Einträge von Januar 2012

Bellbot

Philip „pud“ Kaplan hat in seinem Newsletter soeben Bellbot vorgestellt. Ein kleines Tool, das er innerhalb der letzten 24 Stunden programmiert hat, das nach einfügen eines JavaScripts jedes Mal einen Ton auf der Bellbot-Webseite abspielt, wenn jemand die Seite, auf der das Script eingebunden ist, aufruft. Ideal z.B. um es auf eine „Registrierung/Bestellung abgeschlossen“-Seite einzubinden und sich so über neue Registrierungen/Bestellungen informieren zu lassen.

Die Idee dazu hat er von Amazon-Chef Jeff Bazos, in dessen Büro zur Anfangszeit von Amazon bei jedem neuen Kunden eine Klingel bimmelte (siehe diesen WSJ-Artikel). Sehr lustige und motivierende Sache, die ich selbstredend bei diesem Blogeintrag eingebaut habe. Also lasst es bei mir klingeln pewen!

Meanwhile in the polish parliament…

Es sind stürmische Zeiten. Nicht nur, aber auch aus netzpolitischer Sicht: Google wird evil, Twitter zensiert Tweets1 und Regierungen wollen, wie Nico so richtig schreibt, das Internet wegreglementieren, weil ihnen die Contentindustrie im Nacken sitzt. Wenig verwunderlich also, dass politische Parteien sich da schon mal mit der unberechenbaren Netz-Guerrilla gemein machen und als Protest gegen das ACTA geschlossen Guy Fawkes-Masken im polnischen Parlament tragen. So geschehen gestern durch die Abgeordneten der linksliberalen Oppositionspartei Ruch Palikota und irgendwie ein sehr surreales, aber sehr gutes Bild. (via Reddit via Nerdcore)

  1. Wobei weder das eine noch das andere für irgendjemanden eine Überraschung darstellen sollte und das Vorgehen beider Firmen nur minimal fortspinnt…

Oscar-Nominierungen 2012

Die Nominierungen für 84. Academy Awards sind heute veröffentlicht worden und ich trage mir das tatsächlich jedes Jahr in meinen Kalender ein. Die Liste könnt ihr euch hier auf der offiziellen Webseite oder etwa hier bei den Filmfreunden ansehen. Der Countdown für Hollywoods Nacht der Nächte ist somit eröffnet und ich werde die nächsten Wochen damit verbringen, die noch nicht gesehenen, nominierten Filme nachzuholen, um dann am 26.2. (ja, auch das steht in meinem Kalender) einmal mehr den perfekten Tipp abgeben zu können.

Kraftklub mit K

Gestern ist »Mit K«, das erste Album von Kraftklub, erschienen. Ich hab’s mir direkt gekauft und in den letzten 24 Stunden ungefähr 24 mal durchgehört. Und das beruhigt mich sehr, schließlich hat sich die Eay-Family nach den beiden, letztes Jahr erschienenen Singles »Zu jung« und »Ich will nicht nach Berlin« direkt mit Karten für den hiesigen Gig eingedeckt. Und dieses Konzert kann ich jetzt kaum noch erwarten, denn das Album ist grandios. Die Texte sind fantastisch, die Musik rockt. Definitiv der erste und wohl vielversprechendste Anwärter auf die beste, deutschsprachige Poprock-Platte des Jahres. Und das im Januar. Unsere geliebten, älteren Herren müssen sich anstrengen.

Wer sich selbst ein akustisches Bild machen möchte, dem sei gesagt, dass »Mit K« als MP3-Download derzeit nur 5 Euro bei Amazon kostet. Must-Have, ich sag’s euch.

Und wer sich davon überzeugen möchte, dass die Typen auch ansonsten gut drauf sind, dem sei der Spreeblick-Podcast mit einem Interview mit ihnen empfohlen.

Star Wars Uncut: Director´s Cut

Bisher war es ein PITA, wollte man sich »Star Wars Uncut« in Gänze ansehen. Doch nun ist das Emmy-ausgezeichnete Crowdsourcing-Projekt, bei dem Fans in jeweils 15 Sekunden kurzen Sequenzen eine Szene aus »A New Hope« nachstellten und so den kompletten zweistündigen Film neu auflegten und interpretierten, erstmals komplett in voller Länge online. Also nehmt euch zwei Stunden Zeit, lehnt euch zurück und klickt auf Play – es lohnt sich!

 
(Vimeo Direktlink)

Megaupload geschlossen, Kim Schmitz verhaftet

Ui, das ging schnell. Wir erinnern uns: Kim Schmitz alias Dr. Kimble alias Kim Dotcom alias Kim Tim Jim Vestor hatte Mitte Dezember langwährende Gerüchte bestätigt, nach denen er hinter dem dubiosen Filehoster Megaupload stehe, und großspurig getönt, dass er es diesmal mit ganz Hollywood aufnehmen werde. Doch wie das Leben halt so spielt, kam das FBI um die Ecke bzw. nach Hong Kong Neuseeland und hat ihn und alle anderen Beteiligten einkassiert, wie Heise und Golem berichten. Das Unternehmen habe einen Schaden1 von rund 500 Millionen US-Dollar angerichtet und soll selbst 175 Millionen damit verdient haben. Nun drohen Kimble & Co. (mal wieder) fünf bis zwanzig Jahre Haft.

Update #1, 20.01.: „Contentmafia lässt europäische Bürger nach US-Gesetzen in Neuseeland verhaften“, Pressemitteilung der deutschen Piratenpartei. Ich sag’s ja.

Update #2, 20.01: Anonymous zeigt Industrie und Behörden, wie toll sie es finden, wenn man sie ihrer Infrastruktur beraubt und legt momentan massenhaft Webseiten von denen lahm. René hat einen ausführlichen Beitrag dazu mit allen News, der Klageschrift usw.

  1. Bei immateriellen Gütern und Raubkopiererei von „Schaden“ zu sprechen, fällt einem alten Piratensympathisanten wie mir natürlich nicht ganz so leicht…