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12 Jahre

Happy Blog-Birthday to me! Heute vor zwölf Jahren habe ich mit dem ganzen Zirkus hier angefangen (nachdem ich zuvor schon rund zwei Jahre ohne CMS ins Netz schrieb, wie ich ja schon beim 10 jährigen erzählte).

Um das zeitlich mal genauer einzuordnen: Am 13.01.2003 gab es weder Facebook, noch Twitter. Der iPod war erst ein halbes Jahr alt, der iTunes Music Store noch nicht da. Das iPhone wäre pure Science Fiction gewesen. Gerhard Schröder war Bundeskanzler, Duke Nukem Forever noch sieben Jahre vom Release entfernt. Der dritte Golfkrieg stand noch bevor, ebenso wie Lothar Matthäus‘ dritte Ehe. Der zweite Harry Potter-Film lief gerade im Kino und Episode III war noch zwei Jahre entfernt.

Ich bin gespannt, was da noch alles kommt, geht und wie sich diese kleine, jetzt schon bizarre Zeitreise beim 20sten liest. Doch was auch immer kommen mag: Danke für’s Mitlesen! Auf die nächsten zwölf!

Review-Rundumschlag #12 ½

Der erste Vorsatz ist gebrochen: Auch 2011 wieder mit gehöriger Verspätung, dafür aber umso bunter (»Ich – Einfach unverbesserlich«, »Die etwas anderen Cops« und das Spaßblutbad der Saison »Piranha 3D«) und passend zu eurer DVD-Einkaufsliste!

Ich – Einfach unverbesserlich

Nach Pixars »Toy Story 3«, dem erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten, und Dreamworks‘ »Drachenzähmen leicht gemacht«, den wohl nicht nur ich mehr als gelungen finde, ist Universal Pictures‘ »Ich – Einfach unverbesserlich« der dritte ganz große Animationsfilmwurf von 2010. Dabei ist die Prämisse für das Mainstream-Kino eher ungewöhnlich: Anstatt einen wie auch immer gearteten Helden zu begleiten, erleben wir »Despicable Me«, wie der Film im Original heißt, aus der Perspektive eines Superschurken. Dieser hört auf den Namen Gru – im Deutschen hervorragend gesprochen von Oliver Rohrbeck, der den meisten als Stimme von Ben Stiller bekannt sein dürfte – und bereitet gerade seinen größten Coup vor: den Mond stehlen. Schlecht jedoch, dass sich der passende Schrumpf- strahler zur Zeit ausgerechnet im Besitz seines Konkurrenten Vector befindet. Doch um diesen auszutricksen sind Gru alle Mittel recht, so dass er kurzerhand drei kleine bis halbgroße Waisenmädchen adoptiert, die sein Leben dann jedoch Stück für Stück auf den Kopf stellen…

Das ganze ist unglaublich sympathisch und sehr, sehr witzig. Persönlich gab es für mich zwar keine „laugh out loud“-Momente, aber doch, die Metamorphose des Gru hat mir schon sehr gut gefallen. Größter Wermutstropfen ist leider Jan Delays wirklich unterirdische Synchronisation von Vector, aber in Anbetracht der Minions (kleine, gelbe und vor allem einfach gestrickte Helferlein unseres Superschurken) und vieler weiterer genialer Gags lässt sich über diese und andere kleine Schwächen großzügig und gerne hinwegsehen.

EMDb – Rating: 3,5/5

Die etwas anderen Cops

»Die etwas anderen Cops« (»The Other Guys«) ist Regisseur Adam McKays neumodische Version eines klassischen Polizisten-/Buddyfilms wie bspw. »Leathal Weapon«. McKay, der uns zuletzt mit Sachen wie »Ricky Bobby«, »Stiefbrüder« und natürlich »The Landlord« (wer’s tatsächlich noch nicht kennt: unbedingt ansehen!) zu unterhalten wusste, tut es nun also Buddyfilm-Koryphäe Kevin Smith gleich, der sich mit seinem letzten Film »Cop Out« in gleiche Gewässer wagte. Doch während Smith seine Hommage an die 80er-Jahre-Filme in der Realwelt ansiedelt, kommt es bei McKays, aus Will Ferrell und Mark Wahlberg bestehendem Polizistenpaar schon mal zu – zumindest für diese beiden Helden – übernatürlichen Situationen. Das stört nicht weiter und hält ob seiner Skurrilität die ein oder andere Überraschung und vor allem ein Lacher parat.

Vom Stil her fühlte ich mich etwas an den Kifferfilmklassiker »Ananas Express« erinnert und wie schon bei dem wurde ich köstlich unterhalten. Allerdings – und hier mache ich mich vor Hobby- wie Berufskritikern zum Affen – gefiel mir Smiths »Cop Out« ein bisschen besser (ja, ich fand den tatsächlich gut).

EMDb – Rating: 2,5/5

Piranha 3D

Als Freund des mitunter mehr als trashigen Horrorfilms vergangener Tage fieberte natürlich auch ich Alexandre Ajas »Piranha 3D«, dem Remake von Joe Dantes legendärem Fischhorror »Piranha« von 1978, entgegen. Und wie so oft, wenn man sich an einen Klassiker wagt, hätte so viel schief gehen können. Nicht so jedoch hier, denn Aja & Co. verlegen die fleischfressenden Urzeitfische gekonnt von einem für heutige Verhältnisse viel zu ruhigen Sommercamp am See an den wassernahen Sündenpfuhl schlechthin: einen See während des Spring Break. Nachdem schnellstmöglich in den ersten Minuten Setting und Figuren vorgestellt werden – und in diesem Genre ist schneller umso besser – beginnt also die aus Silikonbrüsten und Motorbootmotoren bestehende Materialschlacht. Und die hat es in sich (ist also nichts für Zartbesaitete), wenngleich sie nie die abgewrackten Ausmaße von »Saw« und Konsorten annimmt, was vor allem der gehörigen Prise Humor zu verdanken ist, die das alles nicht nur aushaltbar sondern regelrecht unterhaltsam macht. Dass ein Großteil der Handlung dann abseits des Spring Break-Blutbads auf einer Yacht spielt, auf der gerade ein Porno produziert werden soll, überrascht dann auch nicht weiter und unterstreicht die generelle und für eine Hollywood-Produktion und ergo auch das hiesige Mainstream-Kino mehr als ungewohnte, aber, klar, gern gesehene Freizügigkeit des Films.

Alexandre Aja ist es mit »Piranha 3D« glücklicherweise also wirklich gelungen den klassischen Tierhorrorfilm wiederzubeleben und – besser noch – ihn zu modernisieren und mit eigenen Akzenten anzureichern. Der Film ist nicht nur blutig, brutal und actionreich, sondern auch und vor allem überaus lustig. Und ohne zu viel zu verraten: Das Ende deutet eine Fortsetzung an und ich wäre genau wie mein Sitznachbar jederzeit sofort dabei, denn die Piranhas waren ein wahrlich großer Spaß.

EMDb – Rating: 4/5

Why it breaks your brain to take a compliment

Receiving a compliment is like being tossed a ball covered in lube and scorpions by somebody with the best intentions.

The Oatmeal beantwortet die Frage zwar nicht, zeigt aber Oatmeal-typische Strategien zur Bewältigung von Komplimenten auf. (Unrelated fun-fact: Mit der Texterkennung für Bilder in iOS 15 kann man ganz einfach auch Texte aus Comics zitieren.)

TöröööPhone


Alle, denen 25+ Euro/Monat für ein iPhone zu viel sind, die finden jetzt im Benjamin Blümchen Magazin Abhilfe, dem ein so genannten „cooles Zauber-Handy“ beiliegt. Dabei handelt es sich jedoch, so Brancheninsider, um nichts anderes als ein Benjamin-Blümchen-gebrandetes Apple-Handy, das – wie das Foto belegt – selbstverständlich vollst funktionsfähig ist. Sparfüchse sollten also schnell das nächste Kiosk aufsuchen und sich zum Affen Otto machen. (via)

Introducing ChatGPT Search

ChatGPT jetzt mit Web-Suche. Meine ersten Tests waren überaus zufriedenstellend. Nur dass die Suche bisher über einen Search-Toggle aktiviert werden muss, verwundert noch. Vermutlich aber auch nur eine Frage der Zeit bis das LLM selbst entscheidet, ob es genügend Informationen hat oder eine Web-Suche tätigen möchte. Siehe Update unten, ist bereits so.

Das ChatGPT-nutzende Bing macht das natürlich schon ewig, aber die Suchfunktion nun auch im extrem populären chatgpt.com unterzubringen, dürfte vermutlich den ein oder anderen in Mountain View beunruhigen.

Update, 01.11.: Ha, der Toggle ist optional. ChatGPT entscheidet bereits auf Basis des Prompts, ob es aktuelle Infos aus dem Web braucht, wie Casey Newton von Platformer (mich) heute aufklärt:

This is why you don’t even have to tell ChatGPT to search the web, if you don’t want to: the bot will consider whether it should check web results whenever you make a query, and if it decides it needs real-time information, it will search the web accordingly. You can also tell ChatGPT to search for you manually, but OpenAl knows that ideally you shouldn’t have to.

This is a milestone in the history of the internet: OpenAl has begun to abstract away the search engine — the economic foundation of the entire web — into a modular component of the thing that will ultimately replace it.

MacPaw kündigt Setapp Mobile für EU-iOS an

MacPaw, die Entwickler von u.a. CleanMyMac, The Unarchiver und eben Anbieter des macOS-Software-Abos Setapp, haben gerade die Beta gestartet, um ihr Software-Netflix mit den kurz bevor­stehenden Änderungen von iOS 17.4 in der EU auf iOS zu bringen. Spannend und – nach Jahren des Nicht-Abonnierens – ein Grund für mich wieder einen Blick auf Setapp zu werfen.

And speaking of MacPaw: Das in Kyjiw beheimatete Unter­nehmen hat mit der MacPaw Foundation eine Nonprofit-Organisation einge­richtet, um verschie­dene soziale und nicht-tödliche Projekte in der Ukraine zu unter­stützen. Sollte man sich auch ansehen – und unterstützen!

Alternative App Marketplace  Setapp Mobile | OpenGraph Preview Image
macpaw.com

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MacPaw’s Setapp is the first subscription-based platform offering a curated collection of Mac and iOS apps to users.