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Jeff Jarvis fordert Hippokratischen Eid für Informatiker

Computer and data scientists are the nuclear scientists of our age, proprietors of technology that can be used for good or ill. They must write their own set of principles, governing not the actions of government´s spies but their own use of power when they are asked by those spies and governments — as well as their own employers — to violate our privacy or use our own information against our best interests or hamper and chill our speech. They must decide what goes too far. They must answer that question above — whose side are you on? I suggest a technologists´ Hippocratic oath: First, harm no users.

(Den übersetzten Text gibt’s auch auf der Webseite einer überregionalen deutschen Wochenzeitung, aber wenn ich daraus einen Absatz zitiere, nehmen die mir nachher – Stichwort Leistungsschutzrecht – noch Haus und Hof weg.)

Update, 19.12.: Hier noch ein bisschen LSR-Follow-Up.

00000000, das Passwort für US-Atomraketen

Der Launch-Code für die in den USA stationierten Minuteman-Atomraketen war offensichtlich für fast zwei Jahrzehnte die Kombination „00000000”. Die Wahl fiel auf diese Kombination, da die obersten Entscheider im Militär während der heißen Phase des Kalten Krieges die Startzeit der Raketen bei einem möglichen Angriff auf die USA so kurz wie möglich halten wollten.

Das weiß man gar nicht, was man dazu sagen soll… (via daMax)

Bundesregierung übt dezente Kritik an US-Nuklearschlag gegen Deutschland

Die Bundesregierung hat einen am Montag durchgeführten nuklearen Angriff auf deutsches Gebiet durch US-amerikanische Streitkräfte mit ungewohnt scharfen Worten verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ durch ihren Sprecher mitteilen, sie sei enttäuscht darüber, dass der Atomschlag, der bislang bereits drei Millionen Menschenleben gekostet hat, nicht nur nicht mit Deutschland abgesprochen, sondern aus Sicht der Bundesregierung auch völlig unnötig war. Merkel: „Befreundete Staaten machen so etwas eigentlich nicht.“

Der Postillon in Höchstform.

Merkel wird bereits seit 2002 überwacht

Außerdem:

Der Special Collection Service unterhält in der Berliner Botschaft der USA am Pariser Platz eine nicht legal angemeldete Spionagedependance. Dort überwachen Mitarbeiter der NSA und der CIA mit modernen Hochleistungsantennen Kommunikation im Regierungsviertel.

Sowas hab ich schon mal gewitzelt, wenn ich vor der Botschaft stand, weil das ja eigentlich zu offensichtlich ist. Schön, dass die Realität immer mehr zum Witz wird und das keinerlei Konsequenzen hat. (via 1337core)

Netflix hat nun mehr Abonnenten als HBO

Während HBO im September auf 28,7 Millionen kam, hat Netflix mittlerweile 31 Millionen zahlende US-Kunden. Interessante Entwicklung, die den Trend zu Eigenproduktionen von Netflix (wie »House of Cards«, »Orange Is the New Black« und die neuen Folgen von »Arrested Development«) noch weiter verstärken dürfte und den Streaming-Anbieter noch mehr mit dem klassischen (Bezahl-)Fernsehen konkurrieren lässt.

Außerdem gibt es Gerüchte über eine Expansion nach Europa in 2014, wo auch Deutschland mit von der Partei sein könnte. Aber ob mit Netflix oder ohne dürfte das kommende Jahr interessant werden: Watchever, das ich selbst nutze, gewinnt eigenen Angaben zufolge derzeit „um die 5000 Neukunden pro Tag“ und will ab nächstem Jahr neben weiteren Exklusivdeals wie das US-Vorbild auch mit Eigenproduktionen aufwarten. Pay-TV-Veteran Sky, der ja bereits mit Sky Go ein attraktives Streaming-Zusatzangebot für seine Kunden betreibt, möchte sich wohl auch öffnen und 2014 „Skyflix“ starten.

Und da Konkurrenz bekanntlich das Video-on-Demand-Geschäft belebt, kann das alles nur gut sein.

Besuch vom Staatsschutz, wegen einem bei Facebook angekündigten Spaziergang zu potentiellem NSA-Stützpunkt in der Nähe von Darmstadt

Richard Gutjahr hat den Spaziergänger (im Team Edward-Shirt) daraufhin mal angerufen und sich den ganzen Vorfall schildern lassen. Unglaublich, was das mittlerweile alles für Auswüchse annimmt.

Fefe im FAZ-Interview über PRISM & Co.

Terrorismus ist ja definiert als Einschüchterung, als Angriff, der nicht mich direkt angreift, sondern mir Angst macht und ich so meine Lebensart ändere. Das ist doch genau, was hier gerade passiert! Nur dass eben nicht „die Terroristen“ diesen Angriff durchführen, sondern die Geheimdienste. […] Im öffentlichen Diskurs muss mal jemand die Frage stellen, ob der real erlebte Terror nicht eher von den Diensten ausgeht, anstatt dass sie uns vor ihm schützen.

Ich kann Fefe (das Blog) ja nicht immer ertragen, aber hiermit hat er recht.