Das deutsche Gesundheitssystem gibt die Geburt eines Kindes per Leihmutter nicht her. Also weicht der Ex-Minister in diesem Ressort in die USA aus. Dort wird Jens Spahn und seinem Mann Daniel Funke nun ein Sohn geboren. Der CDU-Politiker ist „überglücklich“.
Glückwunsch. Wirklich. Ansonsten ist die Heuchelei Spahns jedoch kaum auszuhalten (ähnlich wie der furchtbare Rest dieses ntv-Artikels aus dem so genannten Unterhaltungsressort).
Die CDU, deren Fraktionschef Spahn noch ist, hat sich stets und zuletzt im Februrar 2025 gegen Leihmutterschaft ausgesprochen. Ebenso wie Spahn bereits mehrfach, zuletzt 2020 noch explizit. Oder 2015 im GQ-Interview recht respektlos: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“
Genau mein Humor, alles an reproduktiven Rechten und sexueller Selbstbestimmung zu blockieren als Politiker und dann selbst eine Leihmutter im Ausland beauftragen. 🫠
Und der Postillon: „Mann, der jahrelang Leihmutterschaft bekämpfte, holt sich Baby von Leihmutter“.
Oder: „Spahn stellt klar: ‚Es ist keine Doppelmoral, wenn man generell keine Moral hat‘“.