#digitale souveränität (4)

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Warum W Social mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß ist

Mit W Social ist ein soziales Netzwerk gestartet, bei dem man sich nur nach Passkontrolle anmelden kann. Das ist keine gute Idee. Überhaupt spricht einiges dagegen, sich bei dem schwedischen Startup einen Account zuzulegen.

Netzpolitik.org mit einem treff­siche­ren Kom­men­tar von Markus Reuter zum neuen, europäischen Social Network „W Social“, das mit wsocial.news ganz klar unter der naheliegendsten TLD liegt, und über das heute zum Start der Public Beta vielerorts, z.B. in der Tagesschau, berichtet wurde.

Dabei ist das auf dem AT-Protokoll basierende W Social bereits alles andere als unum­stritten. In dem Kom­men­tar wird u.a. auf diesen Artikel von Elena Rossini ver­wie­sen, in dem sie einige Merkwürdig­keiten doku­men­tiert und Netz­aktivis­ten Aral Balkan zitiert, der ihr beipflichtet:

There have been so many red flags with W Social since its hastily cobbled-together announcement at Davos that they might as well make a red flag their logo.

Auf der Negativliste:

  • Ausweispflicht/Identitätszwang.
  • Quellcode neuerdings Closed Source.
  • Fragwürdige Nähe zu EU-Institutionen.
  • Trotz Freiheitsrhetorik privates, gewinnorientiertes Startup statt öffentlicher/unternehmensfreie Struktur.
  • Keine Blocklisten; auch Rechte wie Alice Weidel sollen willkommen sein.

Ich würde dementsprechend sagen: Mastodon und Eurosky sind auch ganz schön. Und zwar ohne, dass man das künftige Vergolden eines Privat­unter­nehmens einpreisen muss. Erstmal also kein @eay auf W Social News.

Ergänzung, 18.06.: Wie es besser geht, stünde z.B. hier.

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netzpolitik.org

Warum W Social mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß ist

Mit W Social ist ein soziales Netzwerk gestartet, bei dem man sich nur nach Passkontrolle anmelden kann. Das ist keine gute Idee. Überhaupt spricht einiges dagegen, sich bei dem schwedischen Startup einen Account zuzulegen. Ein Kommentar.

This is where my tech comes from

Kleines Tool von Martin Holland, um sich einen Überblick zu verschaffen, woher die selbst genutzte Software in den größten Kategorien (OS, Browser, Messaging, usw.) kommt. Und um das gleich auf Social Media zu teilen. Bei mir – oh je, nicht teilbar – sind’s immer noch 79% 🇺🇸.

Der nächste Di-Day kann also gar nicht früh genug kommen.

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fingolas.eu

Tech Origin

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Digital Independence Day

Heute findet der auf dem 39C3 angekündigte, erste Digital Independence Day statt, der Aktionstag für digitale Souveränität und Abkehr von den großen Techkonzernen. Der heutige Tag soll den Auftakt für eine Reihe an dazuge­hörigen Projekten und Veranstaltungen bilden, die fortan immer am ersten Sonntag im Monat stattfinden sollen.

Wie Thomas finde ich die kurze Vorlaufzeit (Ankündigung auf dem Congress im sehenswerten Vortrag von Marc-Uwe Kling am 27.12.) und den Namen nicht ideal, das Ansinnen jedoch schon. Denn es ist, wie Michael es zuletzt festhielt nach dem hier berichteten Fall der Apple-ID-Sperrung:

Sich zu sehr auf einige wenige, externe Services zu verlassen, kann ein gewaltiges Problem werden. Es funktioniert alles wunderbar, bis nichts mehr funktioniert. […]

Bedeutet das aber, dass wir nun alles selbst hosten und uns um alles selbst kümmern sollen? Mitnichten! AAber wir sollten unsere Daten so gut als mög­lich redundant speichern und mehrere, bestenfalls voneinander unab­hängige Dienste nutzen1. So können wir die Vorteile moderner Cloud­services nutzen, müssen nicht immer an vollständige Backups denken, sind aber nicht total aufgeschmissen, wenn einer der Anbieter aus welchem Grund auch immer unseren Account sperrt.

Und genau so ist es.

Ich habe selbst noch einige Eisen im Feuer der großen US-amerikanischen Konzerne, was mich zunehmend beunruhigt. Insbesondere meine Verzahnung mit dem Apple-Universum ist etwas, auf das ich aktuell wegen all seiner Vorteile nicht verzichten möchte. Aber: Ich habe redundante Backups, online wie offline, die ein plötzliches Verschwinden eben dieser zwar schlimm, aber nicht katastrophal machen würden.

Dennoch: Da geht noch mehr. Und von mir aus ab sofort gerne am ersten Sonntag im Monat. ✊

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di.day

Digital Independence Day

Unser digitales Leben befindet sich in der Hand weniger Überreicher. Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln. Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können.

20 Years of Digital Life, Gone in an Instant, thanks to Apple

Der Australier Paris Buttfield-Addison ist seit über 20 Jahren Apple-Enthusiast, hat tausende Dollar in verschiedene das Ökosystem und Downloads investiert und ist darüber hinaus Autor von Objective-C- und Swift-Programmierbüchern. Nachdem er nun eine scheinbar kompromittierte Apple-Prepaid-Karte gekauft hat, wurde seine Apple-ID gesperrt – und der First Level Support scheitert an Verständnis, Lösung oder ordentlicher Weitergabe. Ein digitaler Albtraum. (via vowe)

Die Geschichte reiht sich (jedoch ohne politischen Hintergrund) in die des Falls des französischen Richters Nicolas Guillou vom Internationalen Strafgerichtshof ein, der von den USA sanktioniert, nachdem dieser Haftbefehle u.a. gegen den israelischen Premierminister erlassen hat. In der Folge wurden seine Online-Dienste wie Amazon, Airbnb und Expedia gesperrt, ebenso seine Visa- und Mastercard-Kreditkarten, sowie PayPal-Konten, was einem Ausschluss aus dem internationalen Finanzsystem und Unterbinden digitaler Teilhabe gleichkommt.

Update, 27.12.: Auf Mastodon hat mich Mere Civilian auf sein sehr ähnlich gelagertes Problem aufmerksam gemacht, wonach auch seine Apple-ID gesperrt wurde. Auch hier scheiterte der Support, erst das Auftauchen von Ansprechpartnern der Apple Executive Relations brachte schließlich Abhilfe. Warum der Account genau geschlossen wurde, blieb jedoch unklar.

Paris Buttfield-Addison hat mittlerweile auch ein Update in seinem Artikel veröffentlicht, wonach auch er – nach großer Presse­bericht­erstattung – von einem Executive Relations-Vertreter kontaktiert worden sei, der den Account dann auch wiederherstellen konnte. Grund hier war wohl, wie vermutet, eine bereits eingelöste Gift Card. Warum das jedoch zu so einem drastischen Schritt führt, bleibt weiterhin besorgniserregend.

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hey.paris

20 Years of Digital Life, Gone in an Instant, thanks to Apple

Summary: A major brick-and-mortar store sold an Apple Gift Card that Apple seemingly took offence to, and locked out my entire Apple ID, effectively bricking my devices and my iCloud Account, Apple Developer ID, and everything associated with it, and I have no recourse. Can you help? Email paris ...