Einträge von April 2008 (39)

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Twitter-Account zu verkaufen!

Andrew Baron, Gründer von Rocketboom, versteigert seinen Twitter-Account, der im Moment rund 1500 Follower umfasst (Tendenz steigend). Zur Zeit liegt das Gebot bei unglaublichen 1125 US-Dollar, siehe eBay. Ich bin mal gespannt, wieviel dabei am Ende rauskommt oder ob Twitter gar einschreitet und den Verkauf von Accounts verbietet. Auf jeden Fall eine lustige Idee, da Baron von Anfang an gesagt hat, dass ihm der eigentliche Verkaufspreis egal ist. Nun dürfte es jedoch mehr als nur ein kleines Taschengeld werden… (via via via)

Das Rad

Bei Malte eben auf diese Kurzfilmperle gestoßen, von der ich dachte, dass ich sie irgendwann schon mal hier erwähnt habe. Hab ich aber nicht, verrät mir eine kleine Online-Durchsuchung, weshalb wir das jetzt nachholen wollen: Das Rad (englischer Titel: Rocks) ist ein deutscher, Oscar nominierter Stop-Motion-Animationfilm von 2003, der die Geschichte der Menschheit aus der Perspektive zweier Steine betrachtet. Anzusehen nach dem Klick. (mehr …)

80010514

Wenn Konsolen früher gestreikt haben, dann lag es zumeist an verstaubten Modulen. Heute steckt mehr Technik drin und somit sind die NextGen-Konsolen natürlich auch um einiges anfälliger (eayz berichtete). Alle Sony-Jünger die bisher „neidisch“ auf den Red Ring of Death der Xbox-Fraktion blickten, können aufatmen: Error 80010514 scheint ähnliche Ausmaße anzunehmen und besagt, dass das Blu-ray-Laufwerk eurer PlayStation 3 fritte ist.

Zur Feier der Fehler haben wir unseren T-Shirt-Shop, die eayz Society for Shirts, um folgende Shirts erweitert, die eure Zugehörigkeit zu einem der beiden Lager ausdrücken:

You name it, we shoot it

Am Wochenende Be Kind Rewind gesehen, den ich lange und sehnsüchtigst erwartet habe. Die Idee ist großartig: Jack Black wird beim Versuch ein Kraftwerk lahm zu legen magnetisiert. Als er die Videothek seines besten Freundes betritt, löscht er sämtliche VHS-Kassetten. Um die Videothek vor dem Bankrott zu retten, entschließen sich die zwei die gelöschten Filme selbst nachzudrehen, zu „sweden„. Schon bald erreichen die Filme Kultstatus in der Nachbarschaft. So wunderbar und innovativ das alles klingt, kann es natürlich nicht sein – wäre ja auch zu schön gewesen. Stattdessen geht dem Film die Luft aus: Man bekommt nur eine Hand voll geswedeter Filme zu sehen und anstatt hier auf nachgedrehte Blockbuster zu setzen, gibt’s Filme, die beim Großteil des Publikums nur ein großes Fragezeichen über dem Kopf hervorriefen. Auch die schlussendliche Kritik an Hollywoods bizarrem Copyright-Konstrukt kann – obwohl ebenso wunderbar – nicht mehr viel ausrichten. Die Idee von „Abgedreht“ (selbst der deutsche Titel ist gut) ist schlichtweg genial und auch die Webseite ist toll (zu welcher Film-Webseite kann man das schon sagen?). Gäbe es Schulnoten, wäre für den sympathischen Film eine 1+ mit Sternchen und stolzer Lehrerin drin. Leider hapert’s an der Umsetzung: die verdient nur eine 3-. Die Revolution, der Regisseur Michel Gondry hier ein Manifest hätte setzen können, bläst er leider bereits ab bevor es richtig losgeht. Zu schade.

Zuhause bei Michels

[Trigami-Review]

An Promo-CDs in meinem Briefkasten könnte ich mich gewöhnen. Doch darum soll es hier nur nebensächlich gehen. Dass es ein neues Album von Wolfgang Michels gibt, soll vielmehr unser Thema sein. „Doch“, könnten unsere unwissenden Leser einwerfen, „was ist eigentlich ein Album?“ „wer ist eigentlich Wolfgang Michels?“ Die Antwort (wie praktisch alle Antworten) kennt die allwissende Wikipedia und lehrt uns, dass Wolfgang Michels ein deutscher Musiker, Sänger, Gitarrist, Komponist, Texter, Produzent und Singer-Songwriter ist. Puh, das sind ganz schön viele Berufsbezeichnungen und dementsprechend umfassend ist auch Michels musikalischer Werdegang in der freien Enzyklopädie beschrieben. Uns soll daher nur interessieren, was der Dorffunk andere über ihn sagen:

Der Rolling Stone nannte ihn 1994 den „Meister der handgemachten Rockmusik“, der Musikexpress 1996 einen „Pionier mit Kultfigurstatus“. Dementsprechend ist Michels auch für die Musikexperten der Frankfurter Rundschau (man soll es nicht meinen, aber die haben anscheinend eine Musikredaktion) eine „Kult-Figur des Acoustic Groove“. Ja, das kann sich hören lassen – Begeisterung liegt in der Luft.

Grund genug sich näher mit dem Mann zu befassen und ein Ohr auf sein neues Album „zuhause“, das am 11. April (kommenden Freitag) erscheint, zu werfen. Michels‘ Musik liegt – um einen Mainstream-Vergleichswert zu schaffen, für den ich sicherlich geköpft werde – irgendwo zwischen Grönemeyer, Lindenberg und Westernhagen. Im Gegensatz zu besagten Herren klappt das aber bei Michels ohne Kitsch und Pathos – soweit Samples und Promo-Songs mich das einschätzen lassen. Im Review bei 1beat bezeichnet man die Lieder von „zuhause“ als „perfekt arrangierte Pop-Songs für Erwachsene mit ausreichend Ecken und Kanten“ und bringt es damit auf den Punkt. Wenn es dann weiter heißt, dass der „begnadete Singer-Songwriter aus Hamburg […] lange Zeit eines des best gehütetsten Geheimnisse unseres Landes“ war, dann mag das zwar stimmen, aber man fragt sich warum? Schließlich steckt hier drin das Potential einen Herbert Grönemeyer (verkaufstechnisch) mal auf die hinteren Ränge zu verweisen…

Genug der Worte. Der beste Weg sich einen Eindruck von Musik zu verschaffen, geht, klar, durch die Ohren: Auf der offiziellen Webseite von Wolfgang Michels könnt ihr ins Album reinhören. Wer’s lieber Web-2.0-mäßig mag, kann alternativ natürlich auch auf seiner MySpace-Seite in „zuhause“ reinhören. Wem’s gefällt, der sollte am/ab Freitag den Plattenladen seines Vertrauens stürmen oder „den neuen Michels“ bei Amazon bestellen.

Ich für meinen Teil bin durchaus angetan, wenngleich ich zur Zeit eher einem älteren Projekt von Wolfgang Michels lausche, auf das ich während meiner Recherche aufmerksam geworden bin: Percewood’s Onagram, Michels‘ deutsch-amerikanische Band der frühen 70er. Auch echt gut. Und sobald ich damit durch bin, besuche ich den Herrn Michels wieder „zuhause“…

Cannibal Pigs

Bauer vernachlässigt Schweine – Tiere fressen sich gegenseitig

„Ich bin entsetzt gewesen“, sagte Schweinbestandstierarzt Markus Rost […]

Sachen (und Schweinbestandstierärzte) gibt’s. Mehr dazu bei der TZ. (via)

Diggnation in Amsterdam

Wie die meisten von euch ja bereits wissen dürften, waren wir (= Herr Lee, Frau Limpi und meine Wenigkeit) vor ein paar Tagen in Amsterdam, wo im Rahmen der Next Web Conference die erste kontinentaleuropäische Aufnahme von Diggnation, dem Kultpodcast zur beliebten Webseite digg.com, stattfand. Obwohl wir keinerlei Ahnung von gar nichts hatten (als das Navi ausfiel, haben wir uns an der hinter einer Wolkendecke versteckten Sonne orientiert), hat alles fast problemlos funktioniert und wir waren rechtzeitig vorm Konferenzgebäude, um – nach dem standesgemäßen Leeren unserer Heinekens – die Next Web zu stürmen.


Erstmal drinnen wurde einem sofort das erste Freibier des Abends überreicht und nachdem wir uns relativ gut positioniert hatten, durften wir Zeuge davon werden, wie Patrick Laive, einer der Konferenzveranstalter, Jim Louderback, den CEO von Revision3 und somit Chef von Diggnation, zum Wetttrinken herausforderte und gewann. Kurz darauf kamen auch schon die Stars des Abends, Alex Albrecht und Kevin Rose, auf die Bühne die Couch. Die folgenden 1 1/2 Stunden erzählten sie uns, dass Photoshop-User Piraten sind, Sex mit Tischen illegal ist und dass Mr. T einen Jungen aus dem Koma erweckt hat. Kurzum: es war eine großartige Show, die ihr euch unbedingt ansehen solltet. Herr Lee hat’s übrigens geschafft, dass wir so ziemlich als einzige, die ganze Zeit über genügend Freibier zur Verfügung hatten.


Nach der Show haben wir – obwohl ich das vorher kategorisch ausschloss – die Gelegenheit ergriffen und Alex, Kevin und Jim zum Foto und Smalltalk gebeten. Dabei habe ich übrigens auch abgeklärt, dass die nächste europäische Live-Show in Köln stattfindet. Unser Gespräch mit Jim hat dann auch dazu geführt, dass dieser uns, nach unserer Frage, wo denn die After-Show-Party stattfindet, offensichtlich für irgendwelche Entrepreneurs hielt und uns – anstatt auf die Fan-Party – auf die Business-Party von Boris Velthuijsen van Zanten, einem der Veranstalter der Next Web (der dritte auf dem Foto), gelotst hat. Schließlich sind wir doch noch auf der lockeren After-Show-Party angekommen – leider erst nachdem Alex und Kevin bereits in den nächsten Coffeeshop gezogen sind weg waren. Vor Ort dann weiterhin viel Freibier (gesponsert von Rummble) konsumiert und viele nette Leute, darunter den Schotten David, dem ich einen Link versprochen habe, kennengelernt. Ihr merkt: es hat Spaß gemacht und ich kann nur jedem einen Besuch einer Diggnation-Show und -Party empfehlen!
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Und Amsterdam? Eine wunderbare Stadt, wunderbare Leute! Es gibt Parkhäuser für Fahrräder, ein nachgebautes Schiff, das freiwillig (!) von Arbeitslosen (!) gebaut wurde, und natürlich Souvenirläden für Käse. Von leichtbekleideten Frauen in Schaufenstern ganz zu schweigen. Was will man mehr?

Osama auf der Spur

Bei MTV Nach dem Klick gibt’s die ersten fünf Minuten von Where in the World Is Osama Bin Laden?, dem neuen Film von Morgan Spurlock. Obwohl seine „Überraschung: täglich drei Menus bei McDonald’s sind ungesund! Wer hätte das gedacht?“-Doku Super Size Me zwar thematisch interessant, letztendlich aber totlangweilig war, gefällt mir die Osama-Suche auf Anhieb besser. Ich denke, ein Kinobesuch ist drin. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann sich die first five minutes bei MTV ansehen. (via)