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Sammelsurium aus dem Maschinenraum mit Markdown, llms.txt, MCP-Server, Social Replies und Bubbles

Ich habe es auf Mastodon und Bluesky1 die Tage schon mal erwähnt: Wir sind aktuell im Urlaub. Den Tag verbringe ich mit der Familie am Strand, auf Spielplätzen und mit der Duplo-Eisenbahn. Abends, nachdem der Zwerg ins Bett gebracht ist (und ich wieder aufgewacht bin 😅), habe ich beim YouTube-Schauen noch das ein oder andere Feature gecoded. In Yonks und für diese Website. Zu Yonks später mehr, zu den hiesigen Changes im Folgenden mehr.

Markdown-Format

Natürlich bei Felix las ich vor ein paar Wochen, dass er seine Artikel nun auch im Markdown-Format samt Kopieren-Funktion bereitstellt, was sicherlich die ein oder andere LLM ebenso wie menschliche User erfreuen dürfte. Und weil ich hier sowieso schon jeden Blogpost im JSON- bzw. genauer gesagt JSON Feed-Format bereitstelle, dachte ich, das mach ich auch.

Post-Metadaten mit dem neuen Markdown-Format samt Kopieren-Funktion.

An jeden Blogpost kann nun ein /markdown angehängt werden, um die Markdown-Version aufzurufen. Der Klick auf „Kopieren“ im Post-Footer fetcht und kopiert genau diese Version direkt in die Zwischenablage.

Der Jurassic-Park-Computer-Beitrag sieht im Markdown-Format z.B. so aus.

Static Archive

Das im ewigen Eis gespeicherte Static Archive dieses Blogs unterschied sich damit in seinen Markdown-Dateien etwas von der dynamischen /markdown-Route, weshalb ich das angeglichen habe. Tatsächlich habe ich die Gelegenheit genutzt, die Archiv- und Markdown-Generierung gleich an mehreren Stellen zu modernisieren und zu optimieren, wie dieser Pull Request offenbart.2

llms.txt

Für besagten LLM-Support bin ich nun auch der llms.txt-Konvention gefolgt und habe eine solche hier hinzugefügt. Mögen unsere neuen Maschinen-Overlords mir gnädig sein!

MCP-Server

Wer Markdown und LLMs sagt, muss auch MCP sagen, so will es das Gesetz. Daher habe ich KI-unterstützt ein WordPress-Plugin erstellt und getestet, das mir die Inhalte dieses Blogs als MCP-Server lesend zur Verfügung stellt. Konkret gibt es nun search_posts, get_post, list_recent_posts, list_categories und list_tags mit denen Agenten die hiesigen Inhalte durchsuchen und abrufen können. Die Antwort orientiert sich dabei wiederum an der oben beschriebenen Markdown-Ausgabe. Synergie!

Screenshot aus der Quick-AI-View von Raycast, die den eay.cc MCP-Server aufruft.
Quick-AI-View von Raycast, die den eay.cc MCP-Server aufruft.

Der MCP-Server lässt sich nun wunderbar in Claude, Codex ChatGPT, Raycast (siehe Screenshot) oder etwa Open Minis hinterlegen. In Open Minis habe ich dann auch GPT-5.5 gebeten, mir eine Zusammen­fassung des letzten Monats zu schreiben und die erwähnten Themen mit Links zu den Blogposts zu versehen. Das Ganze ist wenige Minuten gelaufen und hat folgenden, wie ich finde, guten Output produziert.3

Bisher habe ich Auswertungen und Analysen meiner Bloginhalte immer über das oben beschriebene, statische Archiv gefahren (das zuvor natürlich immer aktualisiert werden musste), nun sollte das auch dynamisch und up-to-date gehen. Der MCP-Server ist aktuell tokengeschützt nur für mich zugänglich, aber wenn jemand Bedarf hat, möge sie/er sich melden und dann würde ich das ggf. auch öffentlich machen – ist ja eh alles online.

Social Reply

In „Spaß mit Kommentaren“ hatte ich bereits einige Optimierungen an den Kommentaren vorgenommen, die, würde ich jetzt mal sagen, vor allem für mich selbst nützlich sind. Dies geht in die gleiche Richtung: Wird ein über eine Webmention (per brid.gy) eingegangener Kommentar von Mastodon und Bluesky durch mich hier beantwortet, wird diese Antwort über meinen Mastodon-/Bluesky-Account auch gleich als Reply zur jeweiligen Plattform gesendet – und hier mit einem entsprechenden Icon+Link ausgestattet.

Screenshot eines per Social-Reply-Plugins veröffentlichten Antwort mit Mastodon-Link/Crosspost.
Reply auf einen Mastodon-Webmention-Kommentar mit Mastodon-Link/Crosspost.
Screenshot eines per Social-Reply-Plugins veröffentlichten Antwort auf Mastodon.
Die gleiche Reply nun auf Mastodon.

Hänge ich auf oberster Ebene einen Kommentar (≠ Kommentar-Reply) an einen Blogpost dran, um z.B. wie unten beim Jurassic-Park-Computer-Beitrag zu sehen, noch eine nicht direkt inhalt­liche Ergänzung hinzu­zufügen, wird das ebenfalls an meinen ent­sprechenden Mastodon- und/oder Bluesky-Post als Reply gehangen.

Screenshot eines per Social-Reply-Plugins zu Mastodon und Bluesky gecrossposteten Kommentars.
Per Social-Reply-Funktion zu Mastodon und Bluesky gecrossposteter Kommentar.

Über eine nur für mich sichtbare Checkbox habe ich allerdings die Möglichkeit, das zu verhindern:

Screenshot der nur für den Autoren sichtbaren Social-Reply-Checkbox im Kommentarformular.
Nur für mich sichtbare Social-Reply-Checkbox im Kommentarformular.

Bubbles

Vor einem Monat habe ich die neue, tolle Blog-Discovery-Plattform Bubbles an dieser Stelle empfohlen. Diese Empfehlung gilt weiterhin, meine RSS-Abos der deutschsprachigen und englischsprachigen Briefings möchte ich nicht mehr missen.

Die Einträge zu diesem Blog bei Bubbles werden jetzt jedenfalls auch in der Syndication-Liste als bubbles.town angezeigt und so gleichwertig mit den anderen Social-Plattformen behandelt:

Screenshot der Post-Metadaten mit Bubbles-Link bei den Syndication-Links.
Post-Metadaten mit Bubbles-Link bei den Syndication-Links.

Und da Bubbles sehr schön ins Fediverse integriert ist, prüfe ich auch auf Kommentare, die bei Bubbles zu hiesigen Blogposts hinterlassen werden, und synce diese dann auch hierher (siehe Felix‘ Kommentar hier bzw. bei Bubbles) – was aber ehrlicherweise noch nicht so häufig passiert ist. Aber das kann ja noch werden mit weiterer Bubbles-Verbreitung!

Backlinks

Last but not least: Die Backlinks-Übersichtsseite, siehe Einführung der Backlinks hier und Nachtrag dazu mit Ergänzung besagter Seite, wird nun besser und regelmäßiger erzeugt und gecached, so dass sie beim „ersten“ Aufruf so schnell wie der Rest hier laden sollte.

Und was macht ihr so im Urlaub?4

  1. Gecrossposted mit Indigo, dem im Mai veröffentlichten Client für Mastodon und Bluesky von Soapbox Software Aniline Applications, den Machern von Croissant, für die Apple-Plattformen. Habe ich seitdem sehr in mein Social-Herz geschlossen und jahresweise abonniert. Auch ohne das Lesen & Bespielen beider Plattformen ist das eine sehr gute und sehr schöne Social-App. []
  2. Kinder, niemals so große Commits machen, es sei denn, ihr wisst, was ihr tut. []
  3. Keine Sorge, hier wird es – bis auf die KI-Monats­zusammen­fassungen – weiterhin keine KI-generierten Texte geben, aber ich fand das als Test ganz brauchbar. []
  4. Zumindest von Thomas wissen wir, dass er es ähnlich gemacht hat. []

Bubbles

Seit Tagen verfolge ich mit großem Interesse Felix‚ Posts aus dem Maschinen­raum über seine Experimente mit ATmosphere, standard.site und heute Markdown. Vor ein paar Tagen hat er dabei auf Bubbles aufmerksam gemacht, einer Art Blog-Aggregator mit Upvote-Funktion, angeknüpft ans Fediverse.

Der Macher Ben aus Mül­heim an der Ruhr erklärt es in seinem Blogpost „Why I Built Bubbles“ so:

I’ve been an RSS obsessive for years. Hundreds of feeds, hand-picked one by one. But RSS only shows you sources you already know. New voices don’t find you there.

What’s been missing: a front page like Hacker News, but exclusively for personal blogs. No tech bros, no AI hype, no trendy startups. Just an endless stream of thoughtful blog posts, curated by real people.

Und das beschreibt ganz schön, was an Bubbles gerade für mich den Reiz ausmacht: Blogs und Blogposts finden, die man in seiner noch so großen Feedreader-Bubble eben nicht gefunden hätte. Aus dem Netz, für das Netz. Englisch- und Deutschsprachig. Mit abonnierbaren Zusammenfassungen. Toll!

Und das hiesige Blog ist erfreulicherweise auch schon dort vertreten (wo lustigerweise auch eine thematische Klassifizierung mitgeliefert wird: Tech 58% · Kultur 6% · Gaming 6% · Politik 5% · Film & TV 4% · Musik 4% – was es ziemlich gut trifft. 😅)

Bubbles | OpenGraph Preview Image
bubbles.town

Bubbles

Independent blog posts, ranked by the community. Good stuff bubbles up. The rest pops.

Spaß mit Kommentaren

Bleiben wir im Maschinenraum1:

Eigentlich wollte ich, nachdem ich von Felix ein Bookmark per Webmention erhielt, nur sicherstellen, dass diese hier nun auch korrekt dargestellt werden. Bisher gab es diese nämlich fast nie, weshalb ich ihnen keine Beachtung schenkte und stattdessen nur Like-Herzchen anzeigte. Was jedoch recht irre­führend ist, wenn es z.B. Like und Bookmark vom gleichen Autor gibt (und eben kein Double-Like). Also brauchte es ein Bookmark-Icon. Gesagt, getan:

Screenshot-Ausschnitt der neuen Webmention-Bookmark-Icon mit besagtem Bookmark von Felix

Als ich dann die comments.php bearbeitete, dachte ich, dass es ja eigentlich auch ganz schön wäre, wenn ich bei (Text-)Kommentaren schnell Replies mit @-Mention auf den Kommentar schreiben könnte, was es hier vor Urzeiten schon mal gab. Weshalb ich das noch hinzufügte:

Screenshot-Auszug von dem neuen Reply-Link in den hiesigen Kommentaren

Ein Klick darauf füllt nun das Kommentarfeld entsprechend aus. Mehrere Reply-Klicks werden schön untereinander mit Leerzeile dazwischen ergänzt:

Screenshot-Auszug der nach doppelte Reply-Button-Betätigung

Was mich dazu brachte, dass meine Kommentare – egal ob hier geschrieben oder per Mastodon/Bluesky via Webmention hierher zurück – eigentlich als mir zugehörig gekennzeichnet werden sollten. Street Cred und so. Weshalb jetzt der bereits von meinem Mastodon-Profil bekannte, kleine eay-Badge neben meinen Kommentaren angezeigt wird:

Screenshot-Auszug eines Kommentars von mir mit neuem eay-Badge

Woraufhin ich dachte, dass es eigentlich ganz nützlich wäre, eine überge­ordnete Seite der letzten Interaktionen und Kommentare zu haben. Weshalb ich eine „Letzte Interaktionen“-Seite gebaut habe, die Posts rückwärts chrono­lo­gisch nach den letzten Kommentaren, Replies, Likes, Reposts und Bookmarks auflistet:

Screenshot-Auszug einer Items aus der neuen Interactions-Seite

Handelt es sich um eine Webmention, wird direkt die externe Quelle verlinkt:

Screenshot-Auszug eines Items mit Extern-Indikator am Ende

Eventuell nur für mich hilfreich, aber das darf es ja auch mal sein.

Bis wir das herausgefunden haben, habe ich die Interactions-Seite jedenfalls oben rechts im nun drei Punkte umfassenden Menü unter­gebracht, wo sie sich zum Darkmode-Toggle und zur Suche gesellt:

Screenshot-Auszug des erweiterten Menüs oben rechts

P.S.: Gibt es irgendeine menschenlesbare Beschreibung von Webmentions für Nicht-Techniker? Ich habe auf der Interactions-Seite jetzt den IndieWeb-Wiki-Eintrag verlinkt, aber danach muss man eigentlich ein analoges IndieWebCamp besuchen, um das zu verstehen. Ich würde die Webmention-Mentions hier gerne sinnvoller/zugänglicher verlinken.

  1. Der Maschinenraum kommt von Felix, was eine schöne, treffsichere Umschreibung für „Wir basteln an unserem Blog und teilen das, auch wenn es womöglich niemanden oder nur andere Blogger interessiert“ ist. []

posting frequenz ≥ 7/woche

Felix hat beobachtet und festgehalten, dass aktuell einige Blogger – so auch ich – wieder täglich ins Internet schreiben. Unter anderem AnJe, die das sogar schon seit 2015 tut und beschreibt, was sie damals dazu bewegt hat:

Irgendwo las ich damals ein Interview mit einem Künstler, der sagte, er würde jeden Tag einen Text schreiben, 364 davon wären nicht gut, aber der eine 365ste, der wäre super, nur hätte er den nie geschrieben, wenn er die anderen 364 nicht auch geschrieben hätte.

Durch den selbst auferlegten Zwang, jeden Tag etwas abliefern zu müssen, egal was, Hauptsache irgendetwas, gelänge es ihm, seine eingebaute, eigene, oberkritische Qualitätskontrolle zu überwinden, die ansonsten so kritisch wäre, dass sie auch gute Texte gnadenlos verrisse.

Ich kenne besagtes Interview nicht, finde den Gedanken aber überaus nachvoll­ziehbar. So habe ich nach diesem Blogpost von November, in dem ich passenderweise Felix zitiere, festgehalten, dass „50 bis 60% meiner potentiellen Posts niemals meinen Kopf, meine Bookmarks oder meinen Entwurfsordner [verlassen]“. Worauf Sascha, den ich hier zuletzt wiederum begeistert für sein tägliches Bloggen in 2025 feierte, damals kommentierte:

Das habe ich jahrelang gemacht und es hat mich sehr unglücklich gemacht. Dieses Jahr nahm ich mir vor, jeden Tag mindestens einmal zu posten, egal was. Das war ein göttlicher Segen für mein Wohlbefinden. Agree to disagree! Blog weg den Shit!

Und genau das mache ich gerade mit großem Spaß. Ich bin mir zwar sicher, dass ich das arbeits- und lebens­bedingt die nächsten 341 Tage nicht durch­gehend schaffen werde, aber alleine den „Blog weg den Shit!“-Spirit wieder­entdeckt zu haben, ist ein großer Gewinn für mich und hoffentlich auch euch. Umso besser, dass es anderen auch so geht. 💪

posting frequenz ≥ 7/woche | OpenGraph Preview Image
wirres.net

posting frequenz ≥ 7/woche

ich sehe in meiner „blogrolle“ und meinem feedreader, dass sehr viele menschen aus meiner blogblase jetzt wieder regelmässig oder gar täglich ins internet schreiben.

10 Jahre Mensch-Maschine, 25 Jahre Wikipedia

Zwei Milestones, die diese Woche gefeiert wurden, nicht direkt etwas miteinander zu tun haben, aber denen jeweils das Netz zugrunde liegt:

  • Am 12. Januar feierte Sascha Lobos wöchentlicher Blog Kolumne „Die Mensch-Maschine“ auf Spiegel Online fünfzehnjähriges Jubiläum. Hier eine Spiegel-interne – Zitat – „Lob(o)hudelei“ zum Zehnjährigen von 2021. Die ersten drei Jahre habe ich vermutlich jede seiner Kolumnen gelesen, heute ist mir das, wie seine Medienpräsenz, etwas zu viel, so dass ich nur noch nach Themen ausgewählte Ausgaben (und Auftritte) verfolge. Wenn ich das tue, kann ich diesen aber – wie früher, als Netzberichterstattung noch häufiger was vielversprechendes und seltener was bedrohliches war – immer was abgewinnen. (Ach komm: #bloggeburtstag)
  • Am 15. Januar ist unser aller Wikipedia 25 Jahre alt geworden. Fühlt sich mittlerweile wie ein elementarer Bestandteil des Webs an, aber ich muss selbst noch durch ein Web gesurft sein, in dem es die Online-Enzyklopädie nicht gab.1 Verrückt. Der erste Edit war übrigens die HomePage („This is the new WikiPedia!“), die ersten 100 Seiten diese hier. Die deutsche Wikipedia kam dann am 16. März 2001 dazu. Ich gratuliere, ChatGPT auch (höhö) und als Leseempfehlung gebe ich euch noch den Blogpost zum Jubiläum von Anil Dash mit auf den Weg, in dem er die Historie der Wikipedia nachzeichnet, die aktuellen Herausforderungen (Grokipedia & Co.) beschreibt und aufzeigt, was man selbst vom Erfolg der Wikipedia mitnehmen sollte.

Update, 18.01.: Nachdem der Lob(o)hudelei-Link von Felix aufgegriffen wurde, wurde mir erst klar, dass dieser nicht aktuell, sondern von 2021 ist und dass die Kolumne nicht Zehnjähriges sondern 15 Jahre Bestehen feiert. Das habe ich wohl übersehen und durcheinander gebracht, nun aber oben korrigiert.

  1. Dafür aber Microsoft Encarta auf CD-ROM. 😌 Übrigens 2009 gekillt durch das Geburtstagskind. []

„back­log­gen statt web­log­gen“

Felix verweist heute auf eine seiner t3n-Kolumnen, in der er erklärt, warum er sich dank Aufschiebens nicht mehr aufrege. Darin beschreibt er dann auch, wie sich diese Prokrastinationsmaxime auf sein Bloggen auswirkt:

Mitt­ler­wei­le blog­ge ich fast nur noch auf­schie­bend: Ich set­ze mir Le­se­zei­chen und no­tie­re mir Sa­chen, über die ich schrei­ben könn­te, und schie­be sie dann vor mir her – bis ich sie im Back­log ver­ges­se: back­log­gen statt webloggen.

Und mit „backloggen statt webloggen“ beschreibt er, ohne dass es mir hier um Empörung geht, ziemlich genau das, was ich hier auch betreibe. 50 bis 60% meiner potentiellen Posts verlassen niemals meinen Kopf, meine Bookmarks* oder meinen Entwurfsordner**. Arbeit und Leben (oder, im Urlaub, Schlaf!) kommen dazwischen und lassen mich die Posts vergessen oder später an ihrer Relevanz zweifeln. Und ich möchte mir das gar nicht selbst ankreiden, sondern finde einfach schön, dass ich das Verhalten dank Felix nun umschrieben weiß.


* Aber um hier doch noch etwas rauszuziehen: Capture! Eine kleine, feine Apple-OS-App, die das schnelle Reinstopfen von Links, auch in optionale Listen, ermöglicht. Diese Bookmarkstelle – „Möchte ich mir noch ansehen, aber nicht jetzt“ – hat mir in der Form ewig gefehlt, denn Artikel, die ich noch lesen möchte, wandern in GoodLinks, Videos in Play und Bookmarks für die Ewigkeit in Anybox.1 Capture nutze ich nun seit April und sortiere dort alle Links „dazwischen“ ein, z.B. in Inbox, Hypercode- oder Blogmaterial-Listen, die ich dann später erneut checke (oder eben nicht). Zuvor hatte ich dazu eine Liste in Things, deren Last mich in diesem produktiven Todo-Umfeld jedoch irgendwann erschlug. (Aktuell gibt es eine tonnenschwere, 865 Items umfassende Link-Liste in den Tiefen von Things.)

** All meine Texte leben (oder verbleiben) weiterhin in Drafts. Es bleibt die größte Empfehlung!

  1. Klar, fraglich ist, wie oft man sich diese anschaut, aber in Anybox lebt mein seit Jahrzehnten mitgenommenes del.icio.us- und später Pinboard-Archiv lokal und iCloud-gesynct weiter. []
Aufgeschoben ist gut aufgehoben (t3n 62) | OpenGraph Preview Image
wirres.net

Aufgeschoben ist gut aufgehoben (t3n 62)

„Din­ge ge­re­gelt krie­gen ohne ei­nen Fun­ken Selbst­dis­zi­plin“ – Kath­rin Pas­sig …

Changelog: Suchverbesserungen

Suchergebnisseite mit dem Titel „Suchergebnisse für 'apple'

Ich habe noch etwas an der hiesigen Technik rumgefummelt1 und die Suchfunktion etwas verbessert, die ihr über den Such-Button oben rechts oder über die S-Taste oder – neu! – ⌘K und STRG+K aufrufen könnt.

Neuerdings werden dort auch zum Suchbegriff passende Tags samt Anzahl der Posts angezeigt (siehe z.B. die Suche nach „apple“), was oftmals genau das ist, was ich suche, wenn ich gucken will, welche Schreibweisen ich einst bei meinen Tags gewählt habe. 😅

Ebenfalls neu mit dabei: Die Posts auf der Suchergebnisseite lassen sich nun alternativ auch nach Aktualität sortieren. Bisher war dort immer Relevanz das höchste Gut, jetzt habt ihr die Wahl.

  1. Felix schrieb diese Woche mit hohem Identifikationsgrad für mich: „manchmal fummel ich monatelang an meinem blog und berichte davon alle paar tage, obwohl ich sehr gut weiss, dass das allerhöchsten ein paar andere blogger interessiert, die auch gelegentlich obsessiv an ihrem blog fummeln.“ []

Woman Acceptance Factor

Der Woman Acceptance Factor oder Woman Approval Factor (WAF) ist eine Einschätzung der Zustimmung oder Ablehnung der Ehefrau oder Partnerin bezüglich einer Neuanschaffung durch den Ehemann oder Partner.

Der Woman Acceptance Factor ist umgekehrt proportional zum möglichen Konflikt, der aus den unterschiedlichen Ansichtsweisen der Ehepartner resultiert. Je niedriger der WAF, desto mehr Überredungsarbeit muss aufgebracht werden, oder desto mehr Konflikt resultiert aus der Anschaffung oder dem Projekt.

Wieder was gelernt. (via wirres.net)

Waxy: Redesign, Kottke: Memberships

Passend hierzu erwehren sich zwei meiner All-Time Favorite Blogs aktuell gegen das große Blogsterben:

Jason hat eine derlei große Leserschaft, dass das mit den Memberships kein allzu schwieriger Akt werden dürfte. Ich habe meine 30 Dollar gerade eingeworfen. Aber überaus spannend, dass er elf Jahre nachdem er schon Mal auf die direkte Leserfinanzierung zurückgriff, wieder diesen Weg wählt.2

  1. Felix ebenso (um auch einen deutschen Vertreter meiner All-Time Favorite Weblogs™ zu nennen). []
  2. Mit 20 hab ich ihm mein bisschen Geld allerdings nicht gegeben und stattdessen für irgendnen Mist verprast. 😏 []