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            "title": "To do or not to do (oder: Ein Loblied auf Due)",
            "content_html": "\n<p>Auf die Frage, wie seine Eltern ihn beschreiben w\u00fcrden, entgegnete einer meiner Freunde neulich in einem Bewerbungsgespr\u00e4ch: &#8222;Als faule Socke.&#8220; Obwohl das wahrscheinlich der Wahrheit entspricht (ich kenne seine Eltern, Gru\u00df an der Stelle) und obwohl ich ihn ansonsten wegen genau dieser Mit-nichts-was-zu-tun-heit sch\u00e4tze, war das wohl nicht der kl\u00fcgste Moment seinen Humor spielen zu lassen. Die meisten anderen (und ich) h\u00e4tten wohl irgendwas von &#8222;engagiert&#8220;, &#8222;verantwortungsbewusst&#8220; und &#8222;zielstrebig&#8220; geschwafelt &#8211; und gelogen.</p>\n<p>Denn die meisten (und ich) sind tats\u00e4chlich faule Socken. Faule Socken, die erst durch das gro\u00dfe Geld, Spa\u00df an der Sache oder andere Hilfsmittelchen motiviert werden m\u00fcssen. Hilfsmittelchen wie To-Do-Listen und <a href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done\">Getting Things Done</a>-Sp\u00f6kes. Denn w\u00e4hrend es mir im B\u00fcro und im Studium \u00fcberaus leicht f\u00e4llt (siehe wahlweise &#8218;Spa\u00df an der Sache&#8216; oder &#8218;Das gro\u00dfe Geld&#8216;), Listen zu schreiben, abzuarbeiten und abzuhaken, wird das privat schon schwieriger. Grillkohle kaufen, die Lovefilm-DVD einwerfen und den alten Schulfreund an seinem Geburtstag anrufen, kann \u00fcberaus schwierig sein, wenn man einen fast un\u00fcberwindbaren inneren Schweinehund oder &#8211; und hier kommt meine Achillesferse &#8211; unendliche Vergessenheit sein Eigen nennt.</p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https://eay.cc/uploads/2011/todoapps.jpg\" alt=\"\" class=\"photog\" /></p>\n<p>Doch wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: <a href=\"http://appft.com/\">there&#8217;s an app for that</a>. Und so habe ich mich auf den weiten Weg gen AppStore gemacht, um mich mit einer To-Do-Listen-App einzudecken. Das muss so 2008 gewesen sein und wegen der unfassbar gro\u00dfen Auswahl an To-Do- und GTD-Apps hat die Suche nach der Herzensapp bis vor wenige Wochen angedauert. Also sage und schreibe knappe drei Jahre, nur um eine ordentliche Applikation zu finden, die meinen (eigentlich recht simplen) Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt und mich nicht mit allerhand \u00fcberfl\u00fcssigem Feature-Mist erschl\u00e4gt.</p>\n<p>In der Riege der Apps mit allerhand \u00fcberfl\u00fcssigem Feature-Mist bin ich dem alteingesessenen Platzhirsch <a href=\"http://culturedcode.com/things/iphone/\">Things</a> begegnet, ebenso wie <a href=\"http://www.2doapp.com/\">2Do</a> und <a href=\"http://www.appigo.com/todo\">Todo</a>. Das Problem hier: viel zu viele Funktionen, die gar niemand braucht au\u00dfer <a href=\"http://en.wikipedia.org/wiki/David_Allen_(author)\">David Allen</a> pers\u00f6nlich. Wenn ich n\u00e4mlich all meine Tasks in Projekte und Kategorien einordnen, taggen und verschieden hoch priorisieren soll, brauche zumindest ich einen Taskmanager f\u00fcr meinen Taskmanager. Und wer sich \u00fcberlegt hat, Aufgaben mit Geotags zu versehen, geh\u00f6rt sowieso erschossen (es sei denn er ist der Erfinder der Geotags, dann ginge das schon in Ordnung).</p>\n<p>Also eine Nummer simpler. Hier laufen einem dann <a href=\"http://tobiaswiedenmann.com/taskeater/\">Task Eater</a>, <a href=\"http://dropkickapp.com/\">Dropkick</a> und <a href=\"http://www.6wunderkinder.com/wunderlist/\">Wunderlist</a> \u00fcber den Weg. Alles viel einfacher als oben, meist nur Aufgaben anlegen und abhaken. Das wiederum ist mir dann jedoch zu wenig &#8211; am liebsten h\u00e4tte ich eine Cloud-basierte Backup-/Sync-L\u00f6sung und allen voran eine ordentliche Erinnerungsfunktion, weil ich sonst praktisch nichts mehr mit den Tasks mache als sie angelegt zu haben. Alle gerade genannten Apps machen das eine oder andere zwar gut, aber einen rundum guten Ansatz konnte ich&#8217;s bis hierhin nirgendwo finden.</p>\n<p>Und dann habe ich meine bessere H\u00e4lfte, die kein iPhone besitzt, bei ihrem Selbstmanagement beobachtet. Und siehe da: ohne AppStore und Netzzugang bietet ihr <a href=\"http://www.urbandictionary.com/define.php?term=dumbphone\">Dumbphone</a> alles, was man eigentlich braucht. Mittels einer einfachen, zuverl\u00e4ssigen Erinnerungsfunktion. Doch was bei den Nokia-, Siemens-, Motorola- und Sagem-Handys des vergangenen Jahrtausends Gang und G\u00e4be war, hat Apple irgendwie vergessen (oder es ist Steve Jobs&#8216; Rotstift zum Opfer gefallen). Und genau das hat <a href=\"http://www.dueapp.com/\">Due</a>, die selbsternannte &#8222;missing reminder app&#8220;, sich auf die Fahnen geschrieben: die Erinnungsfunktionsl\u00fccke von Apple zu f\u00fcllen.</p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https://eay.cc/uploads/2011/todoapps2.jpg\" alt=\"\" class=\"photog\" /></p>\n<p>Und das macht sie meines Erachtens mit Bravour. Ich nutze Due seit einem Monat, habe zwischenzeitlich rund 56 Erinnerungen/Tasks angelegt und bereits 48 abgearbeitet. Was definitiv Dues penetrantem und daher (f\u00fcr mich) au\u00dferordentlich guten Erinnerungsmechanismus zuzuschreiben ist. Die App erinnert einen n\u00e4mlich unentwegt im Minutentakt daran, die Aufgabe zu erledigen &#8211; mit der Option sie um 10, 20, 30 Minuten usw. beziehungsweise eine Stunde, einen Tag usw. zu verschieben. Das ist so nervig gut, dass ich im vergangenen Monat (so gut wie) nichts vergessen habe. Dass Due dann auch noch mit Dropbox-Sync daher kommt, ist selbstredend auch mehr als erfreulich. Lediglich das Zusammenspiel des iPhone-Due mit dem iPad-Due k\u00f6nnte optimiert werden und hat bei mir soweit gef\u00fchrt, dass ich&#8217;s wieder vom iPad runtergeschmissen habe. Das lag jedoch weniger an der App selbst, als viel mehr an Beschr\u00e4nkungen von iOS und dessen suboptimalem Notification-System (doch dazu sp\u00e4ter in einem eigenen Artikel mehr).</p>\n<p>Aber, aber, so geht&#8217;s ja nicht, werden die Korinthenkacker unter euch nun entgegnen, das ist ja keine &#8222;richtige&#8220; To-Do-/GTD-App! Aber wisst ihr was? Das ist mir egal, denn f\u00fcr mich (und scheinbar viele, viele andere) erf\u00fcllt Due genau diesen Zweck: mir beim Organisieren meiner Aufgaben zu helfen. Meine To-Do-Listen, die zeitunabh\u00e4ngig abgearbeitet werden m\u00fcssen, landen derweil in <a href=\"http://simplenoteapp.com/\">SimpleNote</a>, das im Zusammenspiel mit <a href=\"http://notational.net/\">Notational Velocity</a> meinen bisherigen Favoriten <a href=\"http://www.hogbaysoftware.com/products/taskpaper\">TaskPaper</a> abgel\u00f6st hat. Wer n\u00e4mlich To-Dos jenseits von vorgefertigten Formularen und Checkboxen m\u00f6glichst frei niederschreiben m\u00f6chte, der kommt an SimpleNote oder dem immer noch sehr guten TaskPaper einfach nicht vorbei.</p>\n<p>Aber Due, ich sag&#8217;s nochmal, das ist richtig gut. Und h\u00e4tte mir das vorher jemand gesagt, Mensch, was h\u00e4tte ich ein Geld gespart&#8230;</p>\n<p>(<strong>iTunes-Partnerlink:</strong> <a href=\"https://eay.li/due\">Due im AppStore</a>)</p>\n<img decoding=\"async\" src=\"https://eay.cc/wordpress/count.php?url=https%3A%2F%2Feay.cc%2F2011%2Fto-do-or-not-to-do-oder-ein-loblied-auf-due%2F\" style=\"border:0;\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" />",
            "date_published": "2011-04-23T18:58:20+00:00",
            "date_modified": "2015-01-19T14:13:10+00:00",
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