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            "title": "Der Mythos vom atomaren Internet",
            "content_html": "\n<p>Ich lerne gerade f\u00fcr eine Pr\u00fcfung und sto\u00dfe in jedem zweiten Lehrbuch auf eine dieser Urban Legends, die gerne \u00fcberall rezitiert und stehen d\u00fcrfen &#8211; au\u00dfer in Lehrb\u00fcchern.</p>\n<p>Es geht um die Hintergr\u00fcnde zur Entwicklung des <a href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Arpanet\">ARPANET</a>s, dem Netzwerk aus dem  <em>everybody&#8217;s darling</em>, das Internet, entstanden ist. Und zwar wird in jedem zweiten Lehrbuch das zugegebenerma\u00dfen spektakul\u00e4re und futuristische Ger\u00fccht befeuert, dass das ARPANET als Milit\u00e4rkommunikationsnetzwerk entwickelt wurde, dass einem Atomkrieg standhalten sollte. Das klingt spektakul\u00e4r, entspricht aber nicht der Wahrheit. Solche \u00dcberlegungen hat es zwar auch gegeben, mit dem ARPANET hatten sie aber nichts zu tun. Dessen prim\u00e4res Ziel war es, verschiedene US-amerikanische Universit\u00e4ten, die im Auftrag des Verteidigungsministeriums forschten, miteinander zu vernetzen, um die damals&trade; knappe Rechenleistung durch Datenaustausch zwischen den Hochschulen besser ausnutzen zu k\u00f6nnen.</p>\n<p>Glaubt ihr mir nicht? <a href=\"http://www.zeit.de/2001/28/200128_stimmts_internet_xml\">Na dann glaubt Peter Glaser</a>:</p>\n<blockquote><p>Zwar wurden die ersten Internet-Knoten von der Advanced Research Projects Agency (Arpa) finanziert, die damals f\u00fcr das Verteidigungsministerium Forschungsprojekte f\u00f6rderte. Die Agentur suchte nach einer Methode, die damals knappen Rechenkapazit\u00e4ten der einzelnen Hochschulen durch den Austausch von Daten besser auszunutzen. Aber es waren in der Mehrzahl zivile Projekte, die damals gef\u00f6rdert wurden. Und auch Kleinrock dachte bei seinen Forschungen nicht an nukleare Auseinandersetzungen. &#8222;Das ist ein Mythos&#8220;, sagt er.\n</p></blockquote>\n<p>Schlie\u00dflich hat der im Gegensatz zu mir auch noch eine nette Anekdote parat:</p>\n<blockquote><p>W\u00e4hrend die ersten Worte, die \u00fcber das Telefon oder den Fernschreiber geschickt wurden, legend\u00e4r sind, wei\u00df kaum jemand etwas \u00fcber die erste Kommunikation im Internet, das damals noch Arpanet hie\u00df. Die fand am 29. Oktober 1969 statt, zwischen einem UCLA-Computer und einem Rechner am Stanford Research Institute. Es sollten die Buchstaben LOG (f\u00fcr &#8222;Login&#8220;) \u00fcbermittelt werden. Parallel sprachen die Techniker \u00fcbers Telefon. &#8222;Hast du das L?&#8220; &#8211; &#8222;Ja!&#8220; &#8211; &#8222;Hast du das O?&#8220; &#8211; &#8222;Ja!&#8220; &#8211; &#8222;Hast du das G?&#8220; Dann st\u00fcrzte der Rechner ab.\n</p></blockquote>\n<img decoding=\"async\" src=\"https://eay.cc/wordpress/count.php?url=https%3A%2F%2Feay.cc%2F2011%2Fder-mythos-vom-atomaren-internet%2F\" style=\"border:0;\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" />",
            "date_published": "2011-06-25T19:42:35+00:00",
            "date_modified": "2013-07-17T12:00:29+00:00",
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