{
    "version": "https://jsonfeed.org/version/1",
    "title": "eay.cc",
    "description": "Weblog von Stefan Grund",
    "home_page_url": "https://eay.cc",
    "feed_url": "https://eay.cc/2008/ein-quantum-bond/feed/json",
    "icon": "https://eay.cc/apple-touch-icon.png",
    "favicon": "https://eay.cc/favicon.ico",
    "author": {
        "name": "Stefan Grund",
        "url": "https://stefangrund.de/",
        "avatar": "https://stefangrund.de/avatar.jpg"
    },
    "items": [
        {
            "id": "3463",
            "_type": "standard",
            "url": "https://eay.cc/2008/ein-quantum-bond/",
            "title": "Ein Quantum Bond",
            "content_html": "\n<p><img decoding=\"async\" src=\"/uploads/2008/quantumtrost.jpg\" alt=\"\" style=\"margin: 0 0 0 7px; float: right;\" />Anfang der Woche hatte ich endlich die Gelegenheit mir den neuen Bond mit dem sehr bescheidenen deutschen Titel  <a href=\"http://www.imdb.com/title/tt0830515/\">Ein Quantum Trost</a> anzusehen. Und klar, wie jeder andere m\u00e4nnliche Zeitgenosse kann auch ich mich dem Charme und K\u00f6nnen eines James Bond nicht entziehen. Dementsprechend \u00fcberzeugt war ich von <a href=\"http://eay.cc/blog/2006/11/ich_will_noch_n.shtml\">Casino Royal</a>, dem Reboot des Franchise, in dem auch erstmals Blondin Daniel Craig den Geheimdienst Ihrer Majest\u00e4t antritt. Vor zwei Jahren hat die Serie endlich mit den furchtbaren Running-Gags \u00c3\u00a1 la &#8222;Gesch\u00fcttelt, nicht ger\u00fchrt&#8220; gebrochen und dem ganzen stattdessen mehr Realit\u00e4t (ein Killer ist ein Killer ist ein Killer) und Tempo eingehaucht, und Bond somit endlich auf angemessene Art und Weise ins neue Jahrtausend geholt und zu Recht wieder zu einer der attraktivsten Actionfilmserien gemacht. Fraglich nun, ob &#8222;Quantum of Solace&#8220; die Erwartung halten oder vielleicht sogar \u00fcbertreffen kann&#8230;</p>\n<p>Dabei neu seit dem Reboot: die Handlungsstr\u00e4nge des Vorg\u00e4ngers werden aufgegriffen, was bedeutet, dass James Bond immer noch seiner gro\u00dfen Liebe Vesper Lynd nachtrauert und insgeheim eigene Rachepl\u00e4ne verfolgt. Nebenbei jedoch muss er sich mit den Schergen der Geheimorganisation &#8222;Quantum&#8220; herumschlagen, die unter dem Vorwand des Naturschutzes verachtenswerten Unfug in Dritte-Welt-L\u00e4ndern anstellen. Die Bond-typische Hatz auf den Oberschurken beginnt und trauen kann er dabei nat\u00fcrlich niemandem, nicht einmal seinem eigenen Schatten, mehr.</p>\n<p>Wie man vielleicht zwischen den Zeilen der vorangegangenen Inhaltsangabe herauslesen kann, konnte mich die Handlung von Bond #22 nicht vollends \u00fcberzeugen. Ich begr\u00fc\u00dfe, den Bezug und die damit einhergehende Kritik an Entwicklungen der realen Welt, was heutzutage nat\u00fcrlich etwas besser kommt als die Super-Laser-Plots fr\u00fcherer Bonds. Dennoch: packend war das irgendwie nicht. Allein schon die endlos lange Poker-Szene des Vorg\u00e4ngers war da zerrei\u00dfender. Aber egal, von der durchschnittlichen Story kann man absehen, wenn denn der Rest, sprich: die Action, stimmt. Und nat\u00fcrlich h\u00e4tten wir es hier nicht mit James Bond zu tun, wenn nicht alle paar Minuten etwas explodieren w\u00fcrde und herzergreifend sch\u00f6ne Autos und Frauen verschrammt werden. Leider jedoch erliegt man w\u00e4hrend den spektakul\u00e4ren Verfolgungsjagden einem Trend der letzten Jahre, den ich gerne das &#8222;Bourne-Out-Syndrom&#8220; nenne<a href=\"https://eay.cc/2008/ein-quantum-bond/#footnote_0_3463\" id=\"identifier_0_3463\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Gerne? Na ja, gerade zum ersten Mal, aber absofort immer gerne. Und same procedure as every neologism: hiermit schenke ich der weiten Welt der Filmkritik den Terminus technicus &bdquo;Bourne-Out-Syndrom&ldquo;. Bittesch&ouml;n, gern geschehen.\">1</a>: die Actionszene wird in derart vielen, hektischen Bildern zusammenmontiert, sodass ein Normalsterblicher ohne Ecstasy-Pillen-Abo nicht mehr folgen kann und im filmischen Raum derart orientierungslos herumtorkelt wie Harald Juhnke (Gott hab ihn seelig!) auf dem Oktoberfest. Erfreulicherweise wird die Montage nicht wie im Namensgeber des Bourne-Out-Syndroms, der <a href=\"//eay.cc/2007/who-the-fuck-is-jason-bourne-iii/\">Bourne Trilogie</a>, auf die Spitze getrieben, kostenlose Ritalin-Versorgung im Schneideraum h\u00e4tte dem Quantum Trost aber dennoch gut getan. </p>\n<p>Halten wir fest: Unverkennbar Bond 2.0 und trotz Bourne-Out-Syndrom sicherlich ein Spa\u00df f\u00fcr viele Action-Freunde. Leider jedoch in allen Belangen weit hinter Casino Royal.</p>\n<p><strong><a href=\"http://eay.cc/emdb/\"><img decoding=\"async\" src=\"/uploads/pages/emdb/emdb_mini.gif\" alt=\"EMDb\" style=\"vertical-align: middle;\" /></a> &#8211; Rating:</strong> <img decoding=\"async\" src=\"/uploads/pages/emdb/s_2.gif\" alt=\"2/5\" style=\"vertical-align: text-bottom;\" /></p>\n<img decoding=\"async\" src=\"https://eay.cc/wordpress/count.php?url=https%3A%2F%2Feay.cc%2F2008%2Fein-quantum-bond%2F\" style=\"border:0;\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" /><ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_0_3463\" class=\"footnote\">Gerne? Na ja, gerade zum ersten Mal, aber absofort immer gerne. Und <em>same procedure <a href=\"//eay.cc/2008/der-kampf-der-kampfe/\" title=\"Exkrementenfernsehen\">as every neologism</a>:</em> hiermit schenke ich der weiten Welt der Filmkritik den Terminus technicus &#8222;Bourne-Out-Syndrom&#8220;. Bittesch\u00f6n, gern geschehen.</li></ol>",
            "date_published": "2008-11-14T23:21:32+00:00",
            "date_modified": "2012-11-06T17:06:08+00:00",
            "author": {
                "name": "Stefan"
            },
            "tags": [
                "action",
                "bourne",
                "filme",
                "james bond",
                "kinolog",
                "sequel",
                "serien"
            ],
            "_short_url": "https://eay.li/79"
        }
    ]
}