Einträge, die “08/15” thematisieren

Spaceprob.es, ein Raumsonden-Katalog

Spaceprob.es catalogs the active human-made machines that freckle our solar system and dot our galaxy. For each space probe, we’ve affectionately crafted a short-and-sweet summary as well as handpicked geeky hyperlinks we think are worth exploring.

(via Kottke)

· am verlinkt 23.02.2015

Oscar-Prognose 2015

Nachdem mein Verhältnis zu den Best-Picture-Nominierten nun geklärt ist, hier meine alljährliche, wie immer kurz vor knapp veröffentlichte 5. Einschätzung zur Lage im Dolby Theatre, wo heute zum 87. Mal die Academy Awards verliehen werden. In diesem Jahr ist die Qualität der Nominierten besonders hoch, ein klarer Überflieger scheint mir aber nicht dabei zu sein. Das macht die Sache besonders schwer. Ob ich meinen Bestwert vom letzten Jahr, wo ich 19 von 24 Kategorien richtig tippte, dieses Jahr übertreffen oder auch nur halten kann, ist also eher fraglich, befürchte ich.

Die große Frage: »Birdman« oder »Boyhood«? Persönlich tendiere ich ganz klar zu Linklaters Epos, aber die Herren der Academy könnten das anders sehen. Daher glaube ich auch, dass Keaton den „Best Actor“ abräumen wird, obwohl Eddie Redmayne in »The Theory of Everything« so viel besser war. Aber der ist halt erst 33 und hat noch alle Zeit der Welt seinen Goldjungen abzugreifen. Wenn ich mich täusche, wäre mir das in diesem Fall aber auch sehr recht. Ansonsten sehe ich »Grand Budapest Hotel« und »Whiplash« ganz weit vorne.

Best Picture: Boyhood ✘ Birdman
Best Directing: Richard Linklater – Boyhood ✘ Alejandro González Iñárritu – Birdman
Best Actor: Michael Keaton – Birdman ✘ Eddie Redmayne – The Theory of Everything
Best Actress: Julianne Moore – Still Alice
Best Supporting Actor: J. K. Simmons – Whiplash
Best Supporting Actress: Patricia Arquette – Boyhood
Original Screenplay: Grand Budapest Hotel ✘ Birdman
Adapted Screenplay: Whiplash ✘ The Imitation Game
Animated Feature Film: How to Train Your Dragon 2 ✘ Big Hero 6
Foreign Language Film: Ida
Documentary Feature: Citizenfour
Documentary Short: Crisis Hotline: Veterans Press 1
Live Action Short Film: The Phone Call
Animated Short Film: The Dam Keeper ✘ Feast
Original Score: The Theory of Everything ✘ Grand Budapest Hotel
Original Song: „Glory“ aus Selma
Sound Editing: American Sniper
Sound Mixing: Whiplash
Production Design: Grand Budapest Hotel
Cinematography: Birdman
Makeup and Hairstyling: Grand Budapest Hotel
Costume Design: Grand Budapest Hotel
Film Editing: Whiplash
Visual Effects: Interstellar

= 4x Grand Budapest Hotel, 4x Whiplash, 3x Boyhood, 2x Birdman, 2x The Theory of Everything
= 4x Grand Budapest Hotel, 4x Birdman, 3x Whiplash

Morgen früh wissen wir mehr. Aus meinem letztjährigen „Nächstes Jahr bin ich aber hoffentlich wieder live dabei“ wird nämlich nichts (aber vielleicht ja nächstes Jahr?). Doch so oder so bin ich gespannt, wie die Academy sich entscheidet, was Steven Gätjen wieder so reißt (oder eben nicht) und wie Neill Patrick Harris sich so als Host macht. YouTube wird es mich wissen lassen.

Update, 23.02.2014, 07:00 Uhr: 16 von 24 Kategorien richtig, drei weniger als letztes Jahr. Wenn man bedenkt, dass ich auf’s falsche Pferd gesetzt habe (»Boyhood«), aber immer noch okay. Das Showbusiness liebt halt doch Filme über’s Showbusiness (»Birdman«). Dennoch: »Grand Budapest Hotel« holte erfreulicherweise doch vier Oscars, Wes Anderson geht – Skandal! – jedoch weiterhin leer aus. Über die Oscars für »Whiplash« und Eddie Redmayne freue ich mich besonders. Die Show-Highlights hole ich dann heute Abend nach.

· am veröffentlicht 22.02.2015

Oscars 2015: Review-Rundumschlag

Heute Nacht findet im Dolby Theatre in Los Angeles wieder die Nacht der Nächte statt, in der Hollywood sich selbst auf die Schulter klopft und die besten Leistungen des vergangenen Kinojahres prämiert. Bevor ich nachher meine alljährliche Oscar-Prognose abliefere, zunächst noch ein paar Worte zu den Filmen selbst. In diesem Jahr habe ich sechs der acht Filme, die für’s Best Picture nominiert sind, gesehen1 – und bisher nur »The Theory of Everything« an dieser Stelle rezensiert (und mit 4,5 von 5 Sternen bewertet). Höchste Zeit also, sich die restlichen Nominierten auch mal etwas genauer anzusehen.

Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance)

Michael Keaton als gealterter Schauspieler, der durch die Superhelden-Trilogie „Birdman“ berühmt wurde, sich nun aber am Theater versucht und generell mit seiner Karriere hadert. Die schauspielerische Leistung allen voran von Keaton, aber auch die seiner Mitstreiter ist dabei schlichtweg überragend, die Form – es scheint als sei der 119 Minuten lange Film eine einzige, ungeschnittene Aufnahme – beeindruckend und außergewöhnlich. Und dennoch hat mich das alles nicht so sehr gepackt, wie der Hype und ich es erhofft hatten, weil alles irgendwie zu artsy, zu verkopft und zu gewollt wirkt. Keine Frage, Birdman ist ein herausragender Film, in Anbetracht der Konkurrenz in diesem Rundumschlag, aber der klare „Verlierer“. Bei den Oscars schätze ich vor allem Keatons Chancen jedoch sehr gut ein, wobei ich Eddie Redmayne noch besser fand.

EMDb – Rating: 3/5

Boyhood2

Richard Linklater hat es hiermit wahrscheinlich geschafft, das unepischste Epos der Kinogeschichte abzuliefern. Denn während »Boyhood« über einen Zeitraum von elf Jahren gefilmt wurde, die Figuren und ihre Schauspieler also tatsächlich wachsen und altern, geht es um nicht viel mehr als das Heranwachsen eines einzelnen Jungen, aus einer immer mal wieder halbwegs glücklichen, halbwegs zerrütteten Familie. Die fast drei Stunden lange Real-Time-Coming-of-Age-Geschichte nimmt sich dabei (manchmal zuviel) Zeit für das Unwesentliche und bietet dem Zuschauer diverse Anknüpfungspunkte an die eigene Jugendzeit. Und vielleicht ist gerade das doch das Überepos? Wenn Linklater heute Abend nicht mit dem Regie-Oscar nach Hause geht, weiß ich es auch nicht mehr.

EMDb – Rating: 4,5/5

Grand Budapest Hotel

Mit »Grand Budapest Hotel« hat Wes Anderson seine einzigartige Handschrift formvollendet. Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem Concierge Monsieur Gustave und dem Pagen und Protegé Zéro ist das konsequente Ergebnis von dem, was Anderson bereits seit Jahren (aus)macht und wofür ihn seine Fans (und ich) zutiefst verehren. Persönlich gefiel mir »Moonrise Kingdom« noch einen Ticken besser, aber auszusetzen habe ich in der Tat nichts. Wer Andersons Filme mag, wird »Grand Budapest Hotel« lieben. Daher bin ich auch sehr zuversichtlich, dass es nach drei erfolglosen Nominierungen diesmal was mit dem Oscar wird (für’s beste Originaldrehbuch, schätze ich.)

EMDb – Rating: 5/5

The Imitation Game

Endlich: Ein großer Film, der die Großartigkeit Alan Turings in die Kinosäle und vor ein breites Publikum trägt. Benedict Cumberbatch, der Turing hier als Ur-Sheldon-Cooper darstellt, sei Dank! Da die Arbeit Turings und seine Auswirkungen auf die Welt bzw. unser aller Alltag eines der zentralen Themen war, mit denen ich mich während meines Studiums beschäftigt habe, war meine Erwartungshaltung an »The Imitation Game« natürlich riesig. Auch wenn das Schauspiel toll und der Aufbau innovativ genug waren, ganz gerecht werden konnte ihr Morten Tyldums Film leider nicht. Das größte Problem ist dabei der Fokus des Films: Enigma. Turings Leben. Beides. Oder eben doch nicht. Man war sich da offenkundig nicht ganz einig. Wie schon bei Stephen Hawking wird dem gemeinen Zuschauer zudem nur oberflächlich erklärt, was hier eigentlich die Lebensleistung war. Eine finale, fatale Texttafel muss das dann richten.3 Fazit: Gut, aber nicht gut genug.

EMDb – Rating: 3,5/5

Whiplash

Die Geschichte eines jungen Schlagzeugers, der an der renommiertesten Musikschule des Landes versucht, deren Überlehrer von seinem Talent und Können zu überzeugen, ist der gar nicht so geheime Geheimtipp der diesjährigen Academy Awards. »Whiplash« ist eine Tortur. J.K. Simmons, der hier als übermächtiger Dirigent von seinen Musikern und insbesondere dem von Miles Teller gespielten Andrew, alles abverlangt und noch mehr. Der von Tränen und Blut getränkte Weg ist gut, das Ende umso besser. Danach will man Schlagzeuger werden – trotz allem. Schließlich hat man gerade was über den Anspruch an sich selbst gelernt. Mein Tipp: Ein Oscar für Simmons. Und »Whiplash« wird zum modernen Klassiker.

EMDb – Rating: 4/5

Ich bin mal gespannt, ob die Academy da mit mir geht und wer am Ende der große Gewinner des Abends sein wird. Meine komplette Oscar-Prognose findet ihr gleich an dieser Stelle.

  1. »Selma« habe ich verpasst, »American Sniper« bringt der deutsche Verleiher leider erst nächste Woche nach der Oscar-Verleihung raus. Ich bitte abermals darum, in Zukunft ein bisschen mitzudenken. []
  2. Dankenswerterweise diese Woche noch rechtzeitig zum Geburtstag geschenkt bekommen und gestern gesichtet. []
  3. Die zu meinem Entsetzen ein Raunen und Staunen in unserem Kinosaal auslöste. []
· am veröffentlicht 22.02.2015

An Rosenmontag geboren, an Aschermittwoch 30 geworden. Wie passend…

· am mitgeteilt 18.02.2015

Marco Arment über den Zustand des Bloggings

If we want it to get better, we need to start pushing back against the trend, modernizing blogs, and building what we want to come next.

Hatten wir hierzulande und ich hier im Blog schon Anfang/Ende des Jahres.

· am verlinkt 17.02.2015

Countries by Area

Jason Davies hat Länder nach ihrer Größe sortiert. Schland landete auf Platz 64.

· am verlinkt 16.02.2015

Vierhundert Kurzfilme

Wir haben heute unseren 400. Film zu shortfil.ms hinzugefügt! Insgesamt sind das nun 53,8 Stunden Kurzfilm-Unterhaltung aus 41 Ländern von 419 Regisseuren, 410 Autoren und mit 2.338 Schauspielern und Mitwirkenden. Hui.

· am veröffentlicht 08.02.2015

Simpsons Pixel-Intro

„Pixel art is not real art“

 
(YouTube Direktlink)

Großartige Arbeit von Pixelguru Paul Robertson (siehe z.B. hier) und Ivan Dixon, mit der Musik von Jeremy Dower. (via überall, ich bin nur wieder spät dran)

· am veröffentlicht 04.02.2015
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