Einträge, die mit “netzkultur” getaggt wurden

Rock am Ring-Blogger und Twitterer e.V.

Da schon einige von euch gefragt haben: Die “RaR-Blogger gesucht!“-Aktion der letzten Jahre findet auch in diesem Jahr wieder bei Festivalhopper statt. Was ich mehr als begrüße, da ich zur Zeit neben den ganzen Ringvorbereitungen ganz gut mit meinem Studium ausgelastet bin. Also wenn ihr von oder über Rock am Ring (oder Rock im Park) twittert oder bloggt, tragt euch hier auf die Liste ein.

Der legendäre @rarbot

Die über 15jährigen unter euch werden sich vielleicht erinnern: Bevor jedermann ein Smartphone in der Tasche hatte, wurde Twitter außer Haus vornehmlich per SMS befüllt und konsumiert. So auch im Sommer 2008 als am Nürburgring das größte, schönste, beste und vor allem meiste Rockfestival Deutschlands stattfand – Rock am Ring. Doch waren wir Twitter-Opis zu jener Zeit nicht nur auf einen vergleichsweise steinzeitlichen SMS-Dienst angewiesen, sondern auch auf externe Dienste: eine Twitter-eigene Suche, mit der man #RaR-Tweets hätte finden können, gab es nicht.1 Ebenso wenig wie einen App Store, iPhone-Apps oder einen Twitter-Client.2

Doch damit wir alle auch während diesem dunklen Zeitalter nicht twitterlos ringrocken mussten, richtete Stefan von dasistdasen.de (@dasistdasende) glücklicherweise den später legendären @rarbot ein. Einen Twitter-Bot, der sämtliche Rock am Ring-Tweets retweetete. Das hatte den Vorteil, dass man nur dem @rarbot folgen musste und schon wurde man per SMS darüber informiert, was die anderen Ringrocker so trieben.

Tolle Sache. Bis der @rarbot – zumindest in seiner ersten Version – ein Eigenleben entwickelte, sich selbst retweetete und jedem von uns hunderte SMS schickte. Ich konnte mein Handy zeitweise nicht mehr nutzen, weil die Software unter der Last der Kurznachrichten zusammenbrach. Aber hat uns das gestört? Keineswegs. Unsere alkoholgetränkten Geister (ja, Mama, wir trinken da ziemlich viel) hat auch das nicht gestört, im Gegenteil: es hat uns extremst belustigt.

Daher freue ich mich, euch mitteilen zu können, dass der @rarbot nach einjähriger Ring-Abstinenz wieder seinen Dienst aufgenommen hat. Dieses Mal unter meiner Leitung, Stefan hat mir erfreulicher- und dankenswerterweise die Zugangsdaten zukommen lassen. Klar, könnte man das Treiben des @rarbots mittlerweile mit einer entsprechenden Twitter-Suche (zum Beispiel dieser hier: "Rock am Ring" OR #rockamring OR #rar OR #rar11 OR #rar2011 OR #rockamring2011) selbst nachahmen, trotzdem fehlt dann aber immer noch eine zentrale Instanz, an der früher oder später3 kein #RaR-Twitterer mehr vorbei kommt. Zuerst dachte ich noch an eine Twitter-Liste, aber 1. sind die auf 500 Gelistete begrenzt und 2. würde ich sowieso nie alle Rock am Ring-Twitterer zwecks Auflistung erreichen können.

Daher dieser erprobte, tolle, vollautomatische Weg. Also folgt dem @rarbot (oder schaut mal vorbei), um zu erfahren, was bei den anderen Festvialbesuchern so geht. Und wer genervt ist, darf ihn gerne blocken. Rock on. Wir sehen uns am Ring.

Update, 03.06.2013: Twitter hat den rarbot getötet. Seitdem treibt er hier bei Tumblr sein Unwesen.

  1. Der bis dahin einzige bzw. einzig gute Suchdienst war Summize, der im Juli 2008 von Twitter gekauft und integriert wurde. []
  2. Der iPhone App Store, das vergessen wir alle gerne, ist nämlich noch gar nicht so alt und wurde auch erst im Juli 2008 gestartet. []
  3. Die Anzahl der Retweets pro Check ist nämlich begrenzt, da ansonsten die ganze Timeline vollgeRaRt werden würde. []

Die Zuckerberg-Galaxis

Until the 15th century, people were taught to remember vast quantities of information. Feats of memory that would today qualify you as a freak — the ability to recite entire books — were not unheard of.

Then along came the Mark Zuckerberg of his day, Johannes Gutenberg.

New York Times-Chef Bill Keller beobachtet in The Twitter Trap wie Twitter, Facebook & Co. unsere Aufmerksamkeitsspanne beschneiden – und vergleicht das gekonnt mit Gutenbergs Buchdruck (siehe oben). Fein, fein und lesenswert.

· am veröffentlicht 19.05.2011

„It´s a lot like working for a giant startup with a low tolerance for imperfection.“

Lesetipp für die anwesenden Apple-Fanboys: In der aktuellen Ausgabe des Fortune Magazine gibt es einen interessanten Einblick in die Arbeitsläufe bei Apple. Leider verbirgt sich Adam Lashinskys „How Apple works: Inside the world’s biggest startup“ jedoch hinter ’ner Paywall, aber Wired hat eine gute Zusammenfassung.

Im Gespräch mit (ehemaligen) Apple-Mitarbeitern zeichnet Lashinsky dabei das altbekannte Bild des Diktators Steve Jobs, das den Apple-Chef schon seit Jahren begleitet, in den letzten Jahren aber in den Hintergrund rückte, da überall von seiner Mäßigung zu lesen war. Tatsache, so Lashinsky, ist jedoch weiterhin, dass Jobs am Infinite Loop auf den Tisch haut – wie als prominentes Beispiel das MobileMe-Team erfahren musste, als dieses ein völlig unbrauchbares Produkt veröffentlichte.

Das WTFigste™ dass Lashinsky erfahren haben will: die von Jobs angeordnete Einrichtung der so genannten „Apple University“. Dahinter soll sich ein Programm verbergen, in dem von einem Yale-Dekan ausgewählte Wirtschaftsprofessoren die wichtigsten Apple-Entscheidungen der letzten Jahre untersuchen, um so dafür zu sorgen, dass Apple auch nach dem Ableben Jobs‘ weiterhin wie zu dessen besten Zeiten weitergeführt wird. Klingt wie eine South Park-Folge, ist aber so bizarr, dass es wahrscheinlich wahr ist.

· am veröffentlicht 10.05.2011

Eine Woche iPad 2

Ich bin nun seit einer Woche im Besitz eines iPad 2 (16 GB, Wifi only, schwarz) und möchte die Chance, die ich einst beim ersten iPod touch, beim iPhone 3G und beim iPhone 4, jeweils aus Schreibfaulheitsgründen, vertan habe, nutzen, dem geneigten Leser von meinen Eindrücken zu berichten. Dabei soll das hier weder Test noch Fanboy-Schwärmerei sein, sondern einfach das zusammenfassen ausführen, was ich ab sofort Freunden und Bekannten beim Grillen und in der Kneipe erzähle, wenn sie mich nach „dem Apple-Dingen“ fragen.

Zunächst zu meiner Wahl: Ich habe, wie eingangs erwähnt, das kleinste erhältliche iPad erworben. Klein as in Speicherumfang, nicht Maße, da alle Modelle gleich groß sind. Aber die tatsächliche Größe von rund 10 Zoll ist meines Erachtens ideal: Groß genug um das „Surf-Feeling“ eines Desktop-PCs zu vermitteln, klein und flach genug (please insert „Apples Wunderflunder“-joke here), um überall mit dabei zu sein. Die 16GB-Version ist’s in meinem Fall wegen dem miserablen Preisleistungsverhältnis der größeren iPads geworden. Es kann einfach nicht Apples Ernst sein, für den verdoppelten Speicher hundert Euro aufzuschlagen. Außerdem nutze ich das iPad nicht als portables Mediacenter – schließlich habe ich meine Musik dank iPhone sowieso immer in der Hosentasche dabei –, und die paar Videos, die ich drauf schaue, können ruhig vom nahegelegenen Rechner gestreamt werden (Homesharing und Apps wie StreamToMe machen’s möglich).

Wer allerdings vorhat, sein iPad als Jukebox, TV-Ersatz oder gar als digitalen Bilderrahmen zu nutzen, braucht entsprechend mehr Speicherplatz. Gegen die 3G-Variante habe ich mich entschieden, weil das iPad primär auf der heimischen Couch oder alle Jubeljahre mal in der Uni genutzt werden wird. Und selbst wenn ich mich dafür entscheide, es eines Tages überall mit hin nehmen zu wollen, habe ich mein iPhone samt Personal Hotspot stets griffbereit. (Zumindest in der Theorie, denn mein aktueller Telekom-Spaßvertrag untersagt mir die Nutzung dieses nützlichen Features…)

Soviel zu meinen Vorüberlegungen und meiner tatsächlichen Kaufentscheidung. Was dann als erstes auffällt, wenn man sein neues, erstes zweites iPad in den Händen hält, ist – neben der von Apple gewohnt hohen Verarbeitungsqualität –, das Fehlen des Retina-Displays. Wenn man Tag ein, Tag aus auf’s 4er iPhone starrt, wirkt das „normale“ iPad-Display schon leicht oldschool. Wie ich aber bald lernen sollte, ist die geringere Auflösung völlig egal, denn im Gegensatz zum iPhone halte ich mir das iPad beim Lesen nicht wenige Zentimeter vor den Latz, sondern halte es eher auf gleicher Distanz wie ein Buch, ein Magazin usw. Dennoch über kurz oder lang, wird es sicher auch retinarisiert™ (…hat da jemand iPad 3 gesagt?).

Ansonsten fällt auf, dass das iPad 2 sehr, sehr schnell ist. Obwohl, eigentlich bemerkt man gerade das nicht. Denn Programme/Tabs/Ansichten werden so schnell gewechselt, dass es wie das normalste von der Welt wirkt. Als würde man ein Buch umblättern. Wirklich nichts wird geladen, nirgendwo hinkt’s oder hakt’s. In der Konsequenz macht das abendliche Surfen auf der Couch vor dem Fernsehen überaus viel Spaß. Doch noch besser als Surfen, ist das „einfache“ Lesen: Instapaper, Reeder, iBooks und ComicZeal sind im Moment die absoluten Killer Applications für mich – so viele Online-Artikel, Blogeinträge, eBooks und Comic-Scans habe ich selten gelesen, wie in der einen Woche iPad.

Doch bevor das arme Ding seinen Ruf als Contenthure weg hat, ein Wort der Entwarnung: Zwar lassen sich Inhalte vorzüglich auf dem Apple-Tablet konsumieren – und auch bei mir wird es 2/3 seiner Zeit dafür herhalten müssen –, aber produzieren geht auch. Und zwar nicht weniger vorzüglich: Denn ich für meinen Teil schreibe auf dem Teil als gäbe es kein morgen mehr. Im Moment sogar lieber als auf einer normalen Tastatur-Monitor-Kombo. Was daran liegt, dass ich bei angewinkeltem Smartcover (plastikgrau, btw) wunderbar tippen kann und gleichzeitig direkt unter meinen Fingern sehe, was ich da tippe. Sprich: ich bin „den Fold“ zwischen Bildschirm und Tastatur losgeworden, was mir ungeahnterweise sehr entgegen kommt – und direkt in zwei überaus langen Blogeinträgen resultierte, dem über To-Do-Apps und diesem hier. Für das iPad-Tastatur-Dock, das beim Geschreibsel anderer wohl überaus hilfreich ist, habe ich folglich erstmal keinerlei Verwendung, die iPad-Tastatur ist für mich ideal. Lediglich zur Autokorrektur hege ich nach wie vor eine Hassliebe.

Also, kaufen oder nicht kaufen? Was ich für mich ganz klar mit „Kaufen“ und vier Ausrufezeichen beantworten kann und beantwortet habe, kann für andere – Überraschung! – natürlich anders aussehen. Wirklich brauchen tut man ein iPad (oder ein anderes Tablet) zwar nicht, wenn man einen Computer sein Eigen nennt, wer aber jenseits vom Schreibtisch gemütlich (= ohne Laptop auf dem Schoss) surfen, lesen, twittern will, dem könnte das iPad überaus sehr zusagen.

Wem ich das iPad aber definitiv empfehlen kann: Eltern und Großeltern, die bisher noch keinen PC Zuhause haben. Aufgrund der Einfachheit ist das iPad definitiv das Internet-Device for the rest of us them.

To do or not to do (oder: Ein Loblied auf Due)

Auf die Frage, wie seine Eltern ihn beschreiben würden, entgegnete einer meiner Freunde neulich in einem Bewerbungsgespräch: „Als faule Socke.“ Obwohl das wahrscheinlich der Wahrheit entspricht (ich kenne seine Eltern, Gruß an der Stelle) und obwohl ich ihn ansonsten wegen genau dieser Mit-nichts-was-zu-tun-heit schätze, war das wohl nicht der klügste Moment seinen Humor spielen zu lassen. Die meisten anderen (und ich) hätten wohl irgendwas von „engagiert“, „verantwortungsbewusst“ und „zielstrebig“ geschwafelt – und gelogen.

Denn die meisten (und ich) sind tatsächlich faule Socken. Faule Socken, die erst durch das große Geld, Spaß an der Sache oder andere Hilfsmittelchen motiviert werden müssen. Hilfsmittelchen wie To-Do-Listen und Getting Things Done-Spökes. Denn während es mir im Büro und im Studium überaus leicht fällt (siehe wahlweise ‚Spaß an der Sache‘ oder ‚Das große Geld‘), Listen zu schreiben, abzuarbeiten und abzuhaken, wird das privat schon schwieriger. Grillkohle kaufen, die Lovefilm-DVD einwerfen und den alten Schulfreund an seinem Geburtstag anrufen, kann überaus schwierig sein, wenn man einen fast unüberwindbaren inneren Schweinehund oder – und hier kommt meine Achillesferse – unendliche Vergessenheit sein Eigen nennt.

Doch wie heißt es so schön: there’s an app for that. Und so habe ich mich auf den weiten Weg gen AppStore gemacht, um mich mit einer To-Do-Listen-App einzudecken. Das muss so 2008 gewesen sein und wegen der unfassbar großen Auswahl an To-Do- und GTD-Apps hat die Suche nach der Herzensapp bis vor wenige Wochen angedauert. Also sage und schreibe knappe drei Jahre, nur um eine ordentliche Applikation zu finden, die meinen (eigentlich recht simplen) Ansprüchen genügt und mich nicht mit allerhand überflüssigem Feature-Mist erschlägt.

In der Riege der Apps mit allerhand überflüssigem Feature-Mist bin ich dem alteingesessenen Platzhirsch Things begegnet, ebenso wie 2Do und Todo. Das Problem hier: viel zu viele Funktionen, die gar niemand braucht außer David Allen persönlich. Wenn ich nämlich all meine Tasks in Projekte und Kategorien einordnen, taggen und verschieden hoch priorisieren soll, brauche zumindest ich einen Taskmanager für meinen Taskmanager. Und wer sich überlegt hat, Aufgaben mit Geotags zu versehen, gehört sowieso erschossen (es sei denn er ist der Erfinder der Geotags, dann ginge das schon in Ordnung).

Also eine Nummer simpler. Hier laufen einem dann Task Eater, Dropkick und Wunderlist über den Weg. Alles viel einfacher als oben, meist nur Aufgaben anlegen und abhaken. Das wiederum ist mir dann jedoch zu wenig – am liebsten hätte ich eine Cloud-basierte Backup-/Sync-Lösung und allen voran eine ordentliche Erinnerungsfunktion, weil ich sonst praktisch nichts mehr mit den Tasks mache als sie angelegt zu haben. Alle gerade genannten Apps machen das eine oder andere zwar gut, aber einen rundum guten Ansatz konnte ich’s bis hierhin nirgendwo finden.

Und dann habe ich meine bessere Hälfte, die kein iPhone besitzt, bei ihrem Selbstmanagement beobachtet. Und siehe da: ohne AppStore und Netzzugang bietet ihr Dumbphone alles, was man eigentlich braucht. Mittels einer einfachen, zuverlässigen Erinnerungsfunktion. Doch was bei den Nokia-, Siemens-, Motorola- und Sagem-Handys des vergangenen Jahrtausends Gang und Gäbe war, hat Apple irgendwie vergessen (oder es ist Steve Jobs‘ Rotstift zum Opfer gefallen). Und genau das hat Due, die selbsternannte „missing reminder app“, sich auf die Fahnen geschrieben: die Erinnungsfunktionslücke von Apple zu füllen.

Und das macht sie meines Erachtens mit Bravour. Ich nutze Due seit einem Monat, habe zwischenzeitlich rund 56 Erinnerungen/Tasks angelegt und bereits 48 abgearbeitet. Was definitiv Dues penetrantem und daher (für mich) außerordentlich guten Erinnerungsmechanismus zuzuschreiben ist. Die App erinnert einen nämlich unentwegt im Minutentakt daran, die Aufgabe zu erledigen – mit der Option sie um 10, 20, 30 Minuten usw. beziehungsweise eine Stunde, einen Tag usw. zu verschieben. Das ist so nervig gut, dass ich im vergangenen Monat (so gut wie) nichts vergessen habe. Dass Due dann auch noch mit Dropbox-Sync daher kommt, ist selbstredend auch mehr als erfreulich. Lediglich das Zusammenspiel des iPhone-Due mit dem iPad-Due könnte optimiert werden und hat bei mir soweit geführt, dass ich’s wieder vom iPad runtergeschmissen habe. Das lag jedoch weniger an der App selbst, als viel mehr an Beschränkungen von iOS und dessen suboptimalem Notification-System (doch dazu später in einem eigenen Artikel mehr).

Aber, aber, so geht’s ja nicht, werden die Korinthenkacker unter euch nun entgegnen, das ist ja keine „richtige“ To-Do-/GTD-App! Aber wisst ihr was? Das ist mir egal, denn für mich (und scheinbar viele, viele andere) erfüllt Due genau diesen Zweck: mir beim Organisieren meiner Aufgaben zu helfen. Meine To-Do-Listen, die zeitunabhängig abgearbeitet werden müssen, landen derweil in SimpleNote, das im Zusammenspiel mit Notational Velocity meinen bisherigen Favoriten TaskPaper abgelöst hat. Wer nämlich To-Dos jenseits von vorgefertigten Formularen und Checkboxen möglichst frei niederschreiben möchte, der kommt an SimpleNote oder dem immer noch sehr guten TaskPaper einfach nicht vorbei.

Aber Due, ich sag’s nochmal, das ist richtig gut. Und hätte mir das vorher jemand gesagt, Mensch, was hätte ich ein Geld gespart…

(iTunes-Partnerlink: Due im AppStore)

Bewegungsprofil


(via Stefans iPhone 4)

Warum scrobbeln wir eigentlich?

Nico fragt sich drüben in seinem Blogeintrag, warum wir eigentlich scrobbeln, also unsere im iPod, iTunes & Co. abgespielten Songs an Last.fm übertragen. Bei mir selbst sind seit dem 14. Februar 2006 bereits 45.910 Titel übertragen worden und im Gegensatz zu vielen anderen gibt es bei mir einen gewaltigen Grund, das auch in Zukunft nicht einzustellen: die persönlichen Event-Empfehlungen.

Es ist nämlich so, dass Last.fm einem aufgrund seiner Hörgewohnheiten nicht nur weitere Interpreten empfiehlt (was ich allerdings nie nutze), sondern auch einen ganz persönlichen Konzertguide zusammenstellt. Diesen habe ich dann per RSS-Feed abonniert und erfahre so stets, wann Künstler, deren Musik ich höre, in meiner Nähe auftreten. Das tolle dabei: Im Gegensatz zu den Alert-Funktionen von Eventim & Co. muss ich hier nichts mehr machen, nirgendwo hinklicken, nichts abonnieren. Ich höre einfach meine Musik, die wird im Hintergrund zu Last.fm übertragen – gescrobbelt –, und bekomme dann entsprechende Tipps. Und das alles völlig automatisch, ohne dass ich irgendwem Bescheid sagen müsste, dass mich diese eine neue Band, deren Album ich zur Zeit so oft höre, interessiert.

Natürlich kommen da mitunter merkwürdige Empfehlungen, größtenteils entspricht es aber meinem Geschmack und ich habe auf diesem Weg schon von etlichen Konzerten erfahren, die ansonsten völlig an mir vorüber gegangen wären. Jedenfalls ein tolles Feature, bei dem mich immer wieder wundert, warum Last.fm es nicht viel massiver bewirbt/herausstellt.

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