Einträge, die mit “netzkultur” getaggt wurden

Here’s to the Crazy One


Steve Jobs ist heute im Alter von nur 56 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben. Der Gründer und CEO der mittlerweile wertvollsten (Technologie-)Firma der Welt erlag damit seiner jahrelangen Krebserkrankung. Dazu wurde heute von vielen viel lesenswertes und von Medienseite vor allem viel Blödsinn („iGod“) geschrieben und sich gefragt, was nun aus Apple wird. Doch das ist egal, denn wir hatten eine gute Zeit: Steve, Steves Produkte und ich. Danke dafür.

Und jetzt bin ich dafür die Think Different-Kampagne neu aufzulegen und den Werbespot mit Steve Jobs‘ Bild abzuschließen. Finde ich passend und nach allem, was ich über Jobs gelesen habe, vermute ich, dass er sich – zu Recht! – genau da sieht. „Because the people who are crazy enough to think they can change the world, are the ones who do.“

💩 💩 💩

Das beste an Lion ist ganz eindeutig, dass es jetzt auch die Emojis vom iPhone anzeigt. (Wenn ihr die Häufchen nicht seht, fehlt euch entweder Lion oder Safari.)

Onlinewerbung mit Herz


Square-Ad der Agentur Jotabequ fürs Rote Kreuz. (via Bannerblog)

· am veröffentlicht 02.07.2011

Google+


Gestern bin ich, wie ungefähr ganz Twitterdeutschland, zu Google+ eingeladen worden (danke @sizr) und teste es seitdem ausgiebig. Mein Ersteindruck ist gut, sehr gut sogar. Vieles stimmt jetzt schon, einiges benötigt noch Feinschliff. Was Googles neuestes Social Network aber schon jetzt geschafft hat, ist mir aufzuzeigen, was im Hause Facebook so gehörig schief läuft: die Timeline wird von Fanseiten zugemüllt, die Privatsphäre-Einstellungen sind eine Farce. Google+ macht all das im Moment besser: die Timeline wirkt „sauberer“ (obwohl da richtig viel los ist) und zu bestimmen, wer was sieht, ist wirklich kinderleicht. Klar kann sich das jederzeit ändern, aber wir gehen jetzt einfach mal vom besten aus.

Außerdem wirkt Google+ nicht so überladen wie Zuckerbergs Ziehkind. Da Google mit den eigenen Webservices nämlich schon sämtliche Online-Aktivitäten abdeckt, ist man nicht gezwungen alles ins Social Network zu packen. Facebook hingegen will – und muss – Social Network, Email-Ersatz, RSS-Reader und World Wide Web in einem sein. Und das gelingt meiner Meinung nach nur mäßig gut. Googles Ansatz fühlt sich hingegen tatsächlich wie ein digitales Örtchen an, an dem man (Web-)Freunde treffen kann. Das gefällt. Oder besser gesagt: +1

Und wo wir schon mal dabei sind: Hier mein Google+-Profil. Ich würde mich freuen in eure hippen Circles aufgenommen zu werden. 😀

Über eay.li und eigene URL-Shortener

Vor über einem Jahr, am 17. Mai 2010, habe ich mit eay.li meinen eigenen URL-Shortener gestartet. Seitdem habe ich mehr als 1.500 URLs durch das eay.li-Admin-Panel gejagt, die insgesamt mehr als 70.000 Mal angeklickt wurden. Zusätzlich zu den rund 200 Links auf externe, nicht von mir erstellte Webseiten (die den Großteil der Klicks ausmachen), habe ich seitdem und auch rückwirkend alle Blogeinträge von eayz.net mit einer eigenen, kleinen Short-URL ausgestattet.

Und da ich alle paar Wochen gefragt werde, warum ich einen URL-Verkürzungsdienst mein Eigen nenne und wie man sowas aufsetzt, will ich das heute mal ansprechen. Die Gründe weshalb ich mich damals™ gegen bit.ly, goo.gl & Co. und für eine eigene Lösung entschieden habe, waren folgende:

  • Zuerst einmal ist ein eigener Verkürzungsdienst natürlich extrem cool, individuell und steigert die eigene street credibility. TinyURL und bit.ly benutzt nämlich jeder, also hebt man sich mit dem eigenen URL-Shortener von der Masse ab. Markenbildung und so.
  • Den Lesern/Followern gibt die eigene Short-URL mehr Sicherheit: Wenn ich als @Eay Links mit eay.li twittere, können sich meine Follower sicher sein, dass sich hinter der kryptischen URL ausschliesslich von mir erstellte oder von mir abgesegnete Inhalte verbergen und keine Viren oder illegale Scheiße.
  • Ich bin der Herr über meine eigenen Kurz-URLs. Zum einen bin ich so nicht auf das Gutdünken von bit.ly, Google und TinyURL angewiesen, zum anderen kann ich meine Short-URLs editieren wie ich will. Also die verwiesene URL auch im Nachhinein noch ändern und Custom-URLs wählen wie ich lustig bin.

Erfreulicherweise resultiert die Nutzung eines eigenen URL-Shorteners dann auch in einer erheblich höheren Klickrate als bei den 08/15-Shortenern. Meine eay.li-Links werden im Vergleich zu meinen bit.ly-Links mehr als dreimal so oft angeklickt (und auch viel öfter retweetet, was aber wohl weniger mit eay.li zu tun hat, sondern einfach an der immer weiter steigenden Qualität meiner Tweets liegt… 😀 ).

Auch wenn Twitter mittlerweile selbst alle URLs mit ihrem eigenen Shortener t.co verkürzt, hat ein eigener Dienst immer noch den Vorteil, dass man – wie auch bei bit.ly – sehen kann, wie oft was von wo angeklickt wurde. Ob, wann und für wen Twitter diese Funktionalität anbietet, ist derzeit mehr als ungewiss. Und von fb.me fangen wir jetzt erst gar nicht an…

Jedenfalls halten wir fest: mehr Marke, mehr Klicks, mehr Kontrolle. Also durch und durch ne gute Sache. Und das beste? Mit Tools wie YOURLS ist das für jeden, der schon mal eine WordPress-Installation aufgesetzt hat, leicht zu bewerkstelligen. (Wobei Tools „wie“ YOURLS irreführend ist, denn ich hab sie alle einige getestet und YOURLS ist einfach die bisher beste Open-Source-Lösung.) Obendrauf gibt’s noch ein feines WordPress-Plugin und ne API, die von einigen Twitter-Clients (z.B. Tweetbot) unterstützt wird, so dass auch dem mobilen Verkürzen praktisch nichts mehr im Weg steht.

Also? Also: Wer es bis hierhin ausgehalten hat, hat keine Ausrede mehr – er braucht einen eigenen URL-Shortener, vor allem wenn man nicht nur ein popeliges Blog, sondern das ganz große Web-Business betreibt. IMHO zumindest. Und mit YOURLS, meiner weapon of choice, seit ihr im harten Verkürzungsgeschäft gut gewappnet.

Ach ja, und zur Feier des Tages habe ich eay.li eine Startseite spendiert.

Der Mythos vom atomaren Internet

Ich lerne gerade für eine Prüfung und stoße in jedem zweiten Lehrbuch auf eine dieser Urban Legends, die gerne überall rezitiert und stehen dürfen – außer in Lehrbüchern.

Es geht um die Hintergründe zur Entwicklung des ARPANETs, dem Netzwerk aus dem everybody’s darling, das Internet, entstanden ist. Und zwar wird in jedem zweiten Lehrbuch das zugegebenermaßen spektakuläre und futuristische Gerücht befeuert, dass das ARPANET als Militärkommunikationsnetzwerk entwickelt wurde, dass einem Atomkrieg standhalten sollte. Das klingt spektakulär, entspricht aber nicht der Wahrheit. Solche Überlegungen hat es zwar auch gegeben, mit dem ARPANET hatten sie aber nichts zu tun. Dessen primäres Ziel war es, verschiedene US-amerikanische Universitäten, die im Auftrag des Verteidigungsministeriums forschten, miteinander zu vernetzen, um die damals™ knappe Rechenleistung durch Datenaustausch zwischen den Hochschulen besser ausnutzen zu können.

Glaubt ihr mir nicht? Na dann glaubt Peter Glaser:

Zwar wurden die ersten Internet-Knoten von der Advanced Research Projects Agency (Arpa) finanziert, die damals für das Verteidigungsministerium Forschungsprojekte förderte. Die Agentur suchte nach einer Methode, die damals knappen Rechenkapazitäten der einzelnen Hochschulen durch den Austausch von Daten besser auszunutzen. Aber es waren in der Mehrzahl zivile Projekte, die damals gefördert wurden. Und auch Kleinrock dachte bei seinen Forschungen nicht an nukleare Auseinandersetzungen. „Das ist ein Mythos“, sagt er.

Schließlich hat der im Gegensatz zu mir auch noch eine nette Anekdote parat:

Während die ersten Worte, die über das Telefon oder den Fernschreiber geschickt wurden, legendär sind, weiß kaum jemand etwas über die erste Kommunikation im Internet, das damals noch Arpanet hieß. Die fand am 29. Oktober 1969 statt, zwischen einem UCLA-Computer und einem Rechner am Stanford Research Institute. Es sollten die Buchstaben LOG (für „Login“) übermittelt werden. Parallel sprachen die Techniker übers Telefon. „Hast du das L?“ – „Ja!“ – „Hast du das O?“ – „Ja!“ – „Hast du das G?“ Dann stürzte der Rechner ab.

tape.tv, Musikfernsehen im Internet

[Trigami-Review]

Video killed the radio star. Und YouTube hat MTV auf dem Gewissen. Was eigentlich kein allzu großes Problem ist. Zumindest solange man nicht im Land der Dichter und Denker lebt. Denn hier haben sich die hiesige Musikverwertungsgesellschaft GEMA und das Google-Videoportal überschlagen und sich einer wahrscheinlich noch mehrere Generationen andauernden Blutfehde hingegeben. Der Gelackmeierte ist wie so oft der Nutzer: Kein ordentliches (frei empfangbares) Musikfernsehen mehr und auch im Web keine Musikvideos mehr…1

Denkste! Denn hier kommt tape.tv ins Spiel, eine neue Generation von Musikfernsehen. Fernsehen as in diesem unidirektionalen Massenmedium aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Ja und nein, denn tape.tv verbindet das beste aus Good Old Television und interaktivem Internetz: Neben redaktionell gestalteten Musikvideo-Streams, z.B. nach Genre (Rock, Pop, Hip Hop usw.) und Stimmung (etwa Frühling, verliebt, traurig), und einem klassischen Hauptprogramm lässt sich tape.tv auch nach dem eigenen Geschmack umgestalten. Indem man Videos herzen und verbannen kann, passt sich das Programm automatisch an deine Hörgewohnheiten an. Und wenn’s das mal nicht sein soll, lässt man sich einfach von einem der vorgefertigten Streams berieseln.

Letzteres ist vor allem toll wenn die eigene Bude voll ist und man seinen Computer an nem schön großen Monitor und der Stereo-Anlage angeschlossen hat (as seen in my Wohnzimmer). Einfach einen der tape.tv-Channels aufgerufen und die Party läuft. Und wenn dann doch mal jemand spontan das neue Katy Perry-Video sehen will2, ist das auch kein Problem: Die tape.tv-Videothek lässt sich nämlich komfortabel durchsuchen und einzelne Videos gezielt ansteuern. Hierbei hat tape.tv dank Verträgen mit den vier großen Major-Labels Universal Music, Sony Music, EMI und Warner Music, sowie verschiedenen kleineren Independent-Labels etliche neue und alte Videos im Angebot.

Des weiteren hat’s mir der Live-Channel sehr angetan (siehe Screenshot). Dort werden komplette Konzerte von mehr oder weniger bekannten Bands gezeigt. Ich hab so z.B. die belgische Elektro Rock- und Dance Punk-Band „Goose“ kennengelernt, deren Auftritt ich jedem ans Herz legen möchte, der etwas für Synthesizer übrig hat. Und auch sehr nice: Man kann eigene, aus zehn Musikvideos bestehende Mixtapes erstellen und diese dann natürlich auch mit den eigenen Freunden und Followern „sharen“. Hier meins, das in einem Wettbewerb für die kurioseste Zusammenstellung sicherlich einen der vorderen Plätze belegen würde.

Also halten wir fest: Wer endlich mal wieder Musikfernsehen will, für den ist tape.tv genau das richtige. Durch die redaktionell betreuten Streams kann man einfach mal wieder abschalten und auf einfachster Art und Weise neue Musik entdecken. So wie’s – die Älteren unter euch erinnern sich vielleicht noch – einst mit MTV ging. Doch der entscheidende Vorteil: Wenn ich beispielsweise die Foo Fighters hasse (mir zwar unverständlich, aber so Leute soll’s ja geben), muss ich mir die bei tape.tv nicht geben. Einfach verbannen und schon führe ich ein Dave Grohl-freies Leben. Und durch die Mixtapes und das ganze Geshare™ würde ich fast soweit gehen und tape.tv als „Musikfernsehen 2.0“ bezeichnen. Jedoch nur fast, denn – und hier kommt ein kleiner Kritikpunkt – dafür bräuchte ich mehr 2.0: Wäre doch toll, wenn man die Mixtapes anderer Nutzer durchstöbern könnte oder sehen kann, was die eigenen (Facebook-)Freunde sich so ansehen… Aber ich bin mir sicher, sowas haben die Jungs und Mädels von tape.tv schon längst auf ihrer To-Do-Liste. :jaja:

Nun denn, hier geht’s zu tape.tv; hier findest du tape.tv bei Twitter und bei Facebook.

  1. Oder zumindest nicht überall alles. Stichwort: „Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar.“
  2. Die Betonung liegt hier NICHT auf „sehen“. Bei Katy Perry geht es schließlich nur um die Musik. 😀

Rock am Ring-Blogger und Twitterer e.V.

Da schon einige von euch gefragt haben: Die “RaR-Blogger gesucht!“-Aktion der letzten Jahre findet auch in diesem Jahr wieder bei Festivalhopper statt. Was ich mehr als begrüße, da ich zur Zeit neben den ganzen Ringvorbereitungen ganz gut mit meinem Studium ausgelastet bin. Also wenn ihr von oder über Rock am Ring (oder Rock im Park) twittert oder bloggt, tragt euch hier auf die Liste ein.

Seiten: 1 2 ... 17 18 19 20 21 ... 36 37