Einträge, die mit “netzkultur” getaggt wurden

Bitcoin: Nicht die Währung sondern die Blockchain ist die Revolution

Blockchain-Einführung von Marcel Weiß. (via hackr)

· am verlinkt 02.02.2015

Open Windows – Review + Give-Away

Das Fanleben ist wahrlich kein leichtes: Einmal verguckt, sammelt und verfolgt man bedingungslos alles, was Star und Medien hergeben. Meist ohne Gegenleistung und spätestens beim Aufeinandertreffen mit seinem Idol (oder beim Release des nächsten ach-so-innovativen Albums) regelmäßig eine große Enttäuschung.

Diese Erfahrung macht auch Nick (Elijah Wood), der Betreiber der Fanseite JillGoddardCaught.com als er in einem Contest ein Abendessen mit der von ihm verehrten Jill Goddard (Sasha Grey) gewinnt. Die gefeierte Schauspielerin hat besseres zu tun, als sich mit dem Blogger zu treffen und lässt das Treffen kurzerhand canceln. Nicks Enttäuschung ist groß und als sich ihm dank eines vermeintlichen Helfers die Gelegenheit bietet, Jills alternative Abendplanung per Smartphone- und Überwachungskameras zu verfolgen, greift Nick gerne zu. Wer weiß, ob sich nicht das ein oder andere pikante Bild dabei aufnehmen lässt? Doch schnell eskaliert die Situation und bald befindet sich der schüchterne Fan in den manipulativen Machenschaften eines mysteriösen Hackers wieder…

Mit »Open Windows« ist dem spanischen Regisseur und Autor Nacho Vigalondo (»Timecrimes«) ein Cyber-Thriller gelungen, der aktueller kaum sein könnte. Von der technischen Totalüberwachung “nach Snowden”™ bis hin zu den – zum Zeitpunkt der Uraufführung noch gar nicht stattgefundenen – Celebrity-Leaks und der generellen Frage um den Gesundheitszustand der Fankultur schneidet der Film all die Themen an, die dieser Tage heiß diskutiert werden. Elijah Wood und Sasha Grey machen ihre Sache gut, der eigentliche Star ist aber die Präsentation. »Open Windows« findet nämlich tatsächlich nur in den offenen Programmfenstern auf Nicks Laptop statt. Dabei zoomt die Kamera zwischen Webcam, Browser-Fenstern, Kartenansichten und Video-Streams hin und her und komplettiert so das Szenenbild auf eindrucksvolle Weise. Jenseits von kurzen YouTube-Clips habe ich das in der Konsequenz noch nicht gesehen. Toll!

Aus technischer Sicht ist das alles jedoch nicht ganz so überzeugend: Da können mit Hacker-Magie bestäubte Camcorder plötzlich auch mal durch Wände durchfilmen, es gibt einmalige Super-Server und Go Pros sind sowieso ein technologisches Wunderwerk. Auch inhaltlich wird das mit zunehmendem Handlungsverlauf unglaubwürdiger, aber Realismus ist hier halt nicht die oberste Maxime (Money Quote von Brian Tallerico auf RogerEbert.com: “It’s nonsense, but it’s glorious nonsense.”).

Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt einen gut unterhaltenden und vor allem innovativ präsentieren Cyber-Thriller zu sehen.

EMDb – Rating: 3/5

»Open Windows« erscheint am 27.1. bei Maritim Pictures auf DVD und Blu-ray. Hier der Trailer auf YouTube. Von Firstview PR wurde mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Give-Away: Wer uns seinen Lieblingsfilm von Sasha Grey verrät am Sonntag (25.01.) um 13:37 Uhr als erstes hier kommentiert bzw. diesem Zeitpunkt mit seinem Kommentar am nächsten kommt, bekommt »Open Windows« auf DVD zugeschickt. Zur Adressnachfrage bitte eine erreichbare Email-Adresse angeben.

It’s 2015. Update Your Footer.

Change your static timestamp to an automatically updating copyright year or other dynamic timestamp.

(via Shawn Blanc)

· am verlinkt 04.01.2015

GIFs: Tod eines Mediums. Und sein Leben nach dem Tod.

Im Grunde sind GIFs Schnee von gestern. Es gibt zahlreiche Alternativen, die das, was ein GIF kann, besser können. Und trotzdem haben sich GIFs als Kulturtechnik durchgesetzt. Oder war es nur ein letzter Hype vor dem Tod? Wie kommt es, dass ein Medium, das schon in den 90ern veraltet war, sich noch zwei Jahrzehnte später bester Beliebtheit erfreut? Und was können wir daraus über die Diskrepanz zwischen aktueller technischer Entwicklung einerseits und der tatsächlichen Nutzung von Technologie andererseits lernen?

Schöner Talk von Felix Mütze beim 31c3 über unser aller Lieblingsbildformat und die Frage, warum es das trotz besserer Alternativen überhaupt noch ist. Die Antwort liegt wie so oft in der Fleischeslust. Felix begleitet seine GIF-Forschung in diesem Blog, wo er auch die Geschichte des Formats ausführlich nachzeichnet.

@leitmedium, dessen Podcast ich in den letzten Wochen übrigens sehr genossen habe, hat das alles nochmal für Wired.de zusammengefasst.

PS: Noch ein frohes neues Jahr allerseits!

· am verlinkt 02.01.2015

10 Jahre nach Spreeblicks Jamba-Kurs – Blogging 2014

Johnny Haeusler blickt zehn Jahre später auf seinen legendären Jamba-Artikel zurück, den ich damals als 19 jähriger Blogger natürlich auch brav verlinkte. Mein Beitrag ist, zusammen mit diversen Jugendsünden, zwar nicht mehr online und die damals verwendete Blog-Software gibt’s auch nicht mehr, aber hier ein Beweisfoto aus meinem persönlichen Giftschrank Offline-Archiv.

Damals bloggte ich bereits seit fast zwei Jahren – ohne so richtig in der deutschen Blogosphäre angekommen zu sein. Orientiert an US-Blogs, wie dem von Jason Kottke und einigen anderen, seitdem meist eingestellten Blogs, machte ich einfach mein Ding. Als Spreeblick dann mit besagtem Artikel auf meinem Radar auftauchte, eröffnete sich für mich eine völlig neue Web-Welt. Fortan verschlang ich jede Zeile von Johnny, entdeckte Felix Schwenzel, der mich bis heute durch fortwährendes Weitermachen von allen am längsten unterhalten hat und immer noch unterhält, wälzte Blogs!, inspizierte argh! und las schließlich Dave Winer!.

Heute sind Blogs nicht mehr das, was sie einmal waren oder hätten sein können. In unserer Facebook-, Instagram- und Twitter-Welt (neuerdings in der Reigenfolge, ja) spielen sie so gut wie keine Rolle mehr. Dass sie immer noch ihren einstigen Sinn und Zweck erfüllen, beschreit alle paar Jahre irgendjemand lautstark. Manchmal Johnny, manchmal Lobo, manchmal Anil, manchmal ich.

Fakt ist aber, dass der herbeigeschriebene zweite Frühling nie eintraf, unsere Eltern und Real-Life-Freunde nie bloggen werden. Facebook-Posts und Schnappschüsse, klar. 140 Zeichen ihretwegen. Aber das reicht dann bitte auch – ganz egal, wem’s gehört. Nur fünf Prozent der Deutsch sprechenden Onlinenutzer nutzen Blogs, diagnostiziert die ARD-ZDF-Onlinestudie jedes Jahr knallhart. Tendenz fallend.

Meiner Meinung nach gibt es dafür zwei Gründe:

  • Inhaltslosigkeit: Persönliche Inhalte, die Blogs vor allem ausgemacht haben, sind in die sozialen Netzwerke abgewandert. Heute gibt’s nur Linksammlungen auf Inhalte Dritter (Anwesende eingeschlossen) und ellenlange Textwände (Hallo!), durch die sich niemand und vor allem nicht die Generation YouTube quälen mag. Ausnahmen bestätigen die Regel.
  • Immobilität: Die übrig gebliebenen Blogger haben zwar alle ein iPhone in der Tasche, das Mobile Web haben sie trotzdem verpennt. Blogs sind ein Überbleibsel aus einer von Monitoren, Sofas und Laptops geprägten Zeit – und das sowohl inhaltlich als auch optisch. Ganz zu schweigen davon, dass es keine ordentliche Smartphone-App zum Bloggen gibt.

Um die unangenehmen Fragen kommen wir also nicht herum: Warum haben Blogs sich nicht weiterentwickelt? Wieso gibt es keine Experimente mehr? Wo bleiben die multimedialen Inhalte? Wo die “Mobile First”-Ansätze? Die schreibende Zunft ist uns da mittlerweile meilenweit voraus, siehe Snow Fall und Quartz. Selbst das Monopol auf Katzen-Content ist dahin!

Was also tun? Technisch wären bessere Smartphone-Apps und schickere Themes wünschenswert. Vielleicht sogar eine Lösung, um dem Geburtsfehler von Blogs entgegenzuwirken, dass Inhalte so schnell durchrutschen und Perlen im Archiv verstauben. Inhaltlich könnte Middling eine Lösung sein: Blogs als Platz für alles, was zu lang für Twitter und zu kurz für Medium ist.

So oder so sollte die Devise (stets) lauten: Einfach machen. Nicht nur irgendwelche News oder Posts anderer Blogs wiederkäuen, sondern selbst was produzieren. Um womöglich selbst Ziel der Links zu werden. Ich für meinen Teil werde 2015 jedenfalls genau das versuchen. Wünschen Sie mir Glück!

“Das digitale Versagen hat einen Namen: Angela Merkel”

Sascha Lobo fasst in seiner aktuellen SpOn-Kolumne Angela Merkels desaströse Digitalpolitik zusammen, die wie alles was sie tut, nur dem Zweck dient, ihre eigene politische Macht aufrechtzuerhalten.

tl;dr: Eine weitere Dekade Merkel würde eine weitere Dekade deutschen Digitaldebakels bedeuten.

· am verlinkt 11.12.2014

Podcast über Ethan Zuckerman, den Erfinder des Pop-Ups

Episode #3 von Reply All, dem ersten Podcast von Gimlet Media, dem Podcasting-Startup, das Alex Blomberg derzeit aufbaut und dessen Gründung er in StartUp begleitet. Zuckerman bereut seine Erfindung mittlerweile zutiefst.

· am verlinkt 10.12.2014

Google is making kid-friendly versions of its services

“We expect this to be controversial, but the simple truth is kids already have the technology in schools and at home.”

Yep.

· am verlinkt 05.12.2014
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